GreenPort Congress: Grüne Häfen der Zukunft

Vorbei sind die Zeiten, als das Hamburger Hafenamt noch „Strom- und Hafenbau“ hieß und Umweltschutz noch ohne Dolmetscher funktionierte: Die „Hamburg Port Authority“ lädt zum „GreenPort Congress“ ein.

Über 200 Experten aus der Hafen- und Logistikwirtschaft kommen am 14. und 15. September zum 6. GreenPort Congress in Hamburg zusammen. Gastgeber der Veranstaltung ist die Hamburg Port Authority. Ein Schwerpunkt des Kongresses wird das Thema Stadt- und Hafenbeziehungen sein. „Hamburg hat als Hafen mitten in der Stadt besondere Anforderungen an ein Miteinander von Wirtschaft, Umwelt und Wohnen. Die Diskussion mit Experten aus der ganzen Welt ist daher sehr wichtig für uns“, so Wirtschaftssenator Frank Horch.

Weitere Vorträge und Diskussionsrunden werden sich unter anderem mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Häfen und dem Thema Nachhaltigkeit in der maritimen Wirtschaft auseinander setzen. Dazu gehören beispielsweise Fragen rund um Schiffsemmissionen sowie den Einsatz alternativer Kraftstoffe und Energiequellen wie beispielsweise flüssigem Erdgas (LNG) in der Schifffahrt oder auch batteriebetriebenen Geräten auf den Terminals. Im Mittelpunkt des zweitägigen Kongresses steht der Austausch von Fachleuten aus der ganzen Welt.

„Ich bin sehr stolz darauf, dass es uns gelungen ist, im Umwelthauptstadtjahr auch den bedeutenden GreenPort Congress nach Hamburg zu holen“, so HPA-Geschäftsführer Jens Meier. „In den vergangenen Jahren ist das Thema Nachhaltigkeit immer bedeutender für die Häfen geworden. Mittlerweile hat es sich zu einem wichtigen Wettbewerbsmerkmal entwickelt, da Unternehmen zunehmend auf eine grüne Logistikkette achten. Der Hamburger Hafen soll hier eine Vorreiterrolle einnehmen“, sagt Meier.

Innerhalb der HPA koordiniert seit zwei Jahren der Bereich Umweltstrategie die umweltrelevanten Tätigkeitsfelder des Unternehmens. Ein wichtiger Aspekt ist dabei, den Verkehrsfluss weiter zu optimieren. So setzt die HPA darauf, die Hafenbahn weiter zu stärken. Der Hamburger Hafen ist der bedeutendste Eisenbahnhafen Europas. Über 30 Prozent aller Hinterlandverkehre laufen über die Hafenbahn. Die HPA hat in den vergangenen Jahren stark in die Gleisinfrastruktur investiert, um diesen Anteil weiter zu steigern. Damit auch der Straßenverkehr besser fließt, hat die HPA begonnen, ein neues IT-System einzuführen. Ziel ist, den Verkehrsfluss zu verbessern, Staus zu vermeiden und damit eine wirtschafts- und umweltfreundlichere Situation auf den Straßen im Hafen zu schaffen.

Grundlage dafür sind moderne Steuerungssysteme. Die HPA hat daher ihre IT-Netze zusammengeführt, um zukünftig die unterschiedlichen Verkehrsträger auch übergreifend steuern zu können. Zusätzlich konnte so der Energieverbrauch des HPA-Netzes gesenkt werden.

Ein weiteres zentrales Thema ist, Emissionen zu vermindern. Die HPA-eigene Schiffsflotte fährt daher seit 2009 mit schwefelfreiem Treibstoff. Zusätzlich sind sowohl die eigenen Anlegeplätze als auch die öffentlichen Liegeplätze für Binnenschiffe und Fähren mit Landstromanschlüssen ausgerüstet.

Gleichzeitig bietet die HPA Anreize für ihre Kunden, möglichst wenig Schadstoffe freizusetzen. Seit Juli 2011 gibt es eine Umweltkomponente auf das Hafengeld für Seeschiffe. Die Hafenbahn belohnt den Einsatz umweltfreundlicher Rangierloks. Diese erhalten einen Rabatt auf die Hafenbahnentgelte, wenn sie über einen Rußfilter verfügen. Momentan werden 16 derartige Rangierloks im Hamburger Hafen eingesetzt.

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