Der Liedermacher, Lyriker und Essayist Wolf Biermann wird heute 75 Jahre alt. Die Stadt ehrt ihn vom 21. bis 30. November 2011 mit einer Ausstellung in der Rathausdiele.
Was für ein Lebenslauf: Biermann, der gebürtige Hamburger, erlebte in der Hansestadt die Schrecken des Nationalsozialismus, siedelte 1953 nach Ost-Berlin über, wurde 1976 aus der DDR ausgebürgert und lebt seither wieder in Hamburg. Auch hier sorgen seine Diskussionsbeiträge immer wieder für Aufsehen und Kontroversen.
„Im Namen des Hamburger Senates gratuliere ich Wolf Biermann herzlich zu seinem 75. Geburtstag. Deutschland wäre ärmer ohne Biermanns Lieder und Gedichte. Das Leben des gebürtigen Hamburgers spiegelt in besonderer Weise die deutsche Geschichte wider. Wolf Biermann hat dem Unrecht immer mit bewundernswerter Mut und Entschlossenheit und entwaffnendem Humor die Stirn geboten. Die Stadt Hamburg kann sich glücklich schätzen, Wolf Biermann unter ihren Bürgern zu wissen“, sagte Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler.
Die Stadt ehrt Wolf Biermann vom 21. bis 30. November 2011 mit einer Ausstellung in der Rathausdiele. Die Ausstellung wurde realisiert mit Hilfe des Kultwerk West und zeigt Fotos des Magnum Fotografen Thomas Hoepker. Sie steht unter dem Motto: „Alltagsimpressionen aus der DDR bevor das Volk diesen Staat abschaffte.“ Wolf Biermann sagte über Hoepkers Fotos: „Hoepker hat den ganzen DDR-Schrott schön ironisch und skeptisch festgehalten (…).“ Am 21. November, 10 Uhr lädt die Kulturbehörde die Vertreter der Medien herzlich zu einem Rundgang mit Thomas Hoepker und Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler in die Rathausdiele ein.
Am 23. November richtet der Senat zudem anlässlich seines Geburtstages ein Senatsfrühstück für Wolf Biermann aus, an dem auch der Erste Bürgermeister Olaf Scholz und die Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler teilnehmen.