Glashütter Landstraße: Fahrbahn wird endlich saniert

Die SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung Wandsbek bezeichnet die heute vom Senat getroffene Entscheidung, die Glashütter Landstraße zu sanieren, als lange überfällig. „Seit 2004 lagen die Pläne für die Sanierung dieser Straße in der Schublade, Schwerverkehr durfte sie schon nur noch mit 30 km/h befahren. Als im Juni 2006 die Straße endgültig für den Schwerverkehr gesperrt werden musste, kam überhaupt erst wieder Bewegung in die
Angelegenheit.

Doch auch seitdem sind noch einmal fast 1 1/2 Jahre vergangen“, sagt Ole Buschhüter, verkehrspolitischer Sprecher der Wandsbeker SPD-Fraktion. Seit der Sperrung für den Schwerverkehr wird dieser durch die Harksheider Straße in Poppenbüttel und die Tangstedter Landstraße in Langenhorn umgeleitet. „Eine Zumutung für die Anwohner“, meint Buschhüter.

Wiederholt hatte die SPD-Fraktion deshalb gefordert, mit der Sanierung endlich zu beginnen.

In seiner Pressemitteilung verschweigt der Senat allerdings, dass im Zuge der Straßensanierung der ebenfalls desolate, parallel verlaufende Geh- und Radweg zurückgebaut wird. Zwar soll ein neuer parallel zur Straße verlaufender Zweirichtungsgeh- und radweg hinter dem Knick gebaut werden, doch hat es die Stadt bislang versäumt, alle hierfür notwendigen Grundstücke
zu erwerben. Und solange der Grunderwerb nicht vollständig getätigt ist, müssen Fußgänger und Radfahrer zukünftig einen deutlichen Umweg über die Straßen Wildes Moor und Dweermoor in Kauf nehmen.

In einem Antrag, den die Bezirksversammlung in ihrer letzten Sitzung einstimmig beschloss, forderte die SPD-Fraktion deshalb, dass auch der neue Geh- und Radweg im Zuge der
Sanierung der Glashütter Landstraße gebaut wird und für den hierfür notwendigen Grunderwerb die Voraussetzungen geschaffen werden. „Bei der Sanierung der Glashütter Landstraße dürfen Fußgänger und Radfahrer nicht auf der Strecke bleiben. Sie fernab der Straße umzuleiten, ist – wenn überhaupt – nur für eine begrenzte Übergangszeit akzeptabel und darf keine Dauerlösung
werden. Die Stadt muss alles daran setzen, dass sie die restlichen Grundstücke, die für den Bau des Geh- und Radwegs benötigt werden, endlich erwirbt“, sagt Buschhüter.

Die Glashütter Landstraße, die eigentlich für 100 km/h ausgelegt ist, befindet sich seit Jahren in einem miserablen baulichen Zustand. Ihre Fahrbahn weist in hohem Maße Netzrisse, Einzelrisse, Schlaglöcher, Versackungen und Verformungen sowie zahlreiche Flickstellen auf. Die Straße
verbindet den Ring 3 mit der B 432 und ist mit einem Schwerlastanteil von acht Prozent vor allem für Schüttguttransporte aus dem nördlichen Umland in das gesamte Hamburger Stadtgebiet wirtschaftlich von sehr hoher Bedeutung.

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