GEW kritisiert: Sparen zu Lasten der Kinder

„Der Einfallsreichtum der Behörde, auf dem Rücken der Kinder und Jugendlichen zu sparen, kennt keine Grenzen“, erbost sich Klaus Bullan über die heute bekannt gewordene Praxis der Schulbehörde, Billigkräfte als LeihlehrerInnen an Vorschulen einzusetzen.

„Will die Behörde die Vorschule zur reinen Verwahranstalt degradieren? Es muss doch klar sein, dass pädagogisch qualifizierte Arbeit ihren Preis hat.“ Bullan forderte die Behörde auf, das Problem krankheitsbedingter Ausfallzeiten dadurch zu lösen, dass ausreichend reguläre Stellen für die Vorschulen geschaffen werden, denn krankheitsbedingte Ausfälle gehören zum Normalfall an den Schulen.

Zum Hintergrund:

Die Hamburger Morgenpost berichtet in ihrer heutigen Ausgabe, dass die Behörde in der Zeit von Ende August bis Ende Dezember 2007 an 930 LehrerInnen-Arbeitstagen Leiharbeiter für erkrankte ErzieherInnen und SozialpädagogInnen an Vorschulen eingesetzt habe. Dafür wurden unter anderem auch Honorarkräfte bzw. nicht versicherungspflichtigen Kräfte über eine Personalagentur akquiriert.

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