Gemeinsam für den Nord-Ostsee-Kanal

Durch Untätigkeit hat die Bundesregierung zur Verschleppung notwendiger Investitionen beim Nord-Ostsee-Kanal (NOK) beigetragen. Die wirtschaftliche Bedeutung eines leistungsfähigen NOK für Hamburg und Schleswig-Holstein existentiell, sodass alle Anstrengungen gebündelt werden müssen. Der Beitritt zur „Initiative Kiel-Canal“ ist dafür ein wichtiger Schritt.

Der NOK ist die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Senator Horch erklärt dazu: „Ein großer Anteil der Feederverkehre zwischen dem Hamburger Hafen und der Ostsee gehen durch den NOK. Als wichtigste Drehscheibe für Verkehre in die und aus der Ostsee ist Hamburg auf einen leistungsfähigen und zuverlässigen NOK angewiesen.“

Durch Behinderungen am NOK entsteht ein beträchtlicher volkswirtschaftlicher Schaden für die Reedereien und den Standort Deutschland. Reedereien müssen lange Wartezeiten in Kauf nehmen oder den 460 Kilometer längeren Weg rund um Skagen nehmen.

Hamburg setzt sich für einen leistungsstarken NOK ein. Insbesondere die nachfolgend genannten Maßnahmen sind dringend erforderlich:

· Bau der 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel,
· Grundinstandsetzung der beiden großen Schleusen in Brunsbüttel,
· Grundinstandsetzung der Schleusenanlage Kiel-Holtenau,
· Ersatzneubau der Lebensauer Hochbrücke,
· Anpassung der NOK-Oststrecke,
· Vertiefung des NOK.

Senator Horch: „Hamburg hat im engen Schulterschluss mit Schleswig-Holstein dem Bund gegenüber immer wieder auf die Herstellung eines gesichert leistungsfähigen NOK gedrängt. Dies ist eines von vielen Beispielen für unsere gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

Als zusätzliches Zeichen des gemeinsamen wirtschaftlichen und politischen Interesses tritt Hamburg der „Initiative Kiel-Canal“ bei, um sich gemeinsam mit allen Beteiligten auch auf diesem Weg für eine Bereitstellung der erforderlichen Gelder und einen straffen Zeitplan für die Umsetzung der Maßnahmen einzusetzen. Senator Horch: „Die Initiative Kiel-Canal ist ein wichtiger Beitrag für die Zukunft des Nord-Ostsee-Kanals. Alle betroffenen Unternehmen und Institutionen sind aufgerufen, sich hier zu engagieren.“

Die „Initiative Kiel-Canal“ wurde im Dezember letzten Jahres von der Bundeslotsenkammer, der IHK Kiel, den Lotsenbrüderschaften NOK I und NOK II/Kiel/Lübeck/Flensburg, den Firmen Sartori & Berger und United Canal Agency GmbH und dem Verein der Kanalsteurer gegründet. Zweck des Vereins (i.Gr.) ist die Förderung des Erhalts und die Erhöhung der verkehrsinfrastrukturellen Leistungsfähigkeit des NOK und seiner Schleusen.

Das Land Schleswig-Holstein, vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie, Wirtschaftsminister Meyer, hat ebenfalls seinen Beitritt erklärt.

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