Geld und Macht – über die Akteure des monetären Reichtums

Geld und Macht – über die Akteure des monetären Reichtums
Vortrag von Prof. em. Dr. Hans Jürgen Krysmanski

am Montag, den 05.11.07 um 19 Uhr, im Haus der Patriotischen Gesellschaft von 1765, Kirchhof-Saal, Trostbrücke 6, 20457 Hamburg, Nähe U/S Jungfernstieg/Rathaus

Der Vortrag:

Die Geldelite verkörpert im gegenwärtigen Zyklus finanzieller Expansion nichts so sehr wie die Befreiung großer Geldmengen aus der Warenform und deren Umwandlung in die Machtform. Nicht nur also wird Macht monetarisiert, sondern durch die Geldelite werden umgekehrt Geldwerte auch vermachtet. Das ist im Grunde ein uralter Prozess auf der Grundlage der Tatsache, dass man mit Geld nicht nur mehr Geld, sondern ‚alles‘ machen kann. Insofern ntsteht mit dem Superreichtum eine ‚völlig losgelöste und zu allem fähige‘ soziale Schicht, welcher die Wissens- und Informationsgesellschaft alle Mittel in die Hände legt, um sich als eine neue gesellschaftliche Mitte zu etablieren. Ihre Machtbasis ist der Geldmachtapparat. Um diese neue gesellschaftliche Mitte lassen sich dann in einem Ringmodell weitere Gruppen und Schichten anordnen, welche der Geldmacht zuarbeiten bzw. von ihr abhängen.

Der Referent:

Prof. em. Dr. Hans Jürgen Krysmanski
Studium der Soziologie, Geschichte, Psychologie und Philosophie an der FU Berlin und in Graz, Wien, Hamburg und Münster. 1967 Habilitation mit der Arbeit Soziales System und Wissenschaft. Tätigkeit als Gastprofessor der Universidad Nacional, Bogota, Kolumbien, später Professur der Soziologie in Münster (Emeritierung im Jahr 2000), wo er weiterhin arbeitet. 1976 Mitglied des Präsidiums des Weltfriedensrates und des Steering Committee der World Federation of Scientific Workers. Forschungsgebiete im Bereich der Wissenschaftssoziologie, Friedens- und Konfliktforschung und des Power Structure Research.

Autor mehrerer TV-Programme (Spiegel TV, NDR) mit dem Versuch, soziologische Kompetenz in die mediale Verarbeitung politischer Themen einzubringen. Leitung des European Popular Science Information Project, eines Forschungsprojekts der Europäischen Kommission.

Die Geldgespräche:

„Über Geld spricht man nicht“ – so haben wir es gelernt. Aber gerade dieses Motto verhindert, dass wir über das Wesen und die Wirkung des Geldes nachdenken. Dabei wissen wir doch alle: Geld regiert die Welt. Arbeitsplätze, Kindergärten, Schulen, Renten, Gesundheitssystem – alle diese politischen Handlungsfelder sind in die „Geldklemme“ geraten – und ein Ausweg ist nicht in Sicht. Daher meinen wir, dass es an der Zeit ist, über Geld zu reden.

Wir müssen verstehen, was Geld ist, wie es genutzt wird, und dass es auch zum Schaden einer Volkswirtschaft missbraucht werden kann.

Wir wollen einen Diskussionsprozess darüber initiieren, wie ein Geldsystem gestaltet sein muss, damit es Mensch und Wirtschaft nachhaltig befördert und nicht stranguliert.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen bitte an Tel.: 040 – 36 66 19, Fax: 040 – 37 80 94 oder info@patriotische-gesellschaft.de

http://www.hansemark.de – die kommende Hamburger Regiowährung

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