Geht doch! Tarifvertrag für Albertinen Klinik

Nach zehnmonatigen Verhandlungen wurde der Tarifvertrag für das Albertinen Krankenhaus / Albertinen Haus von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem „Verband Kirchlicher Krankenhausdienstgeber Hamburg“ unterzeichnet – es gelten nun die Tarife, die in der Hamburger Kliniklandschaft üblich sind.

Der TV VKKH bilde als erster Tarifvertrag mit einem diakonischen Krankenhaus das Niveau und die Struktur der Hamburger Krankenhaustariflandschaft ab, so die Gewerkschaft. „Ein schöner Erfolg, dass nun ein weiteres kirchliche Krankenhaus in Hamburg tarifgebunden ist“, bewertete Hilke Stein, Landesfachbereichsleiterin Gesundheit und Soziales in Hamburg, das Tarifergebnis.

Das Albertinenkrankenhaus ist nach dem Diakonieklinikum, dem Krankenhaus Bergedorf/Bethesda und dem Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf das vierte kirchliche Krankenhaus in Hamburg, das einen Tarifvertrag hat.

Der Tarifvertrag ist nahezu inhaltsgleich mit dem Tarifvertrag KAH. Dieser Tarifvertrag gilt für die Asklepioskliniken Hamburg GmbH, das UKE und das Universitäre Herzzentrum. Weitere tarifgebundene Krankenhäuser sind die Schön-Klinik Eilbek, das Altonaer Kinderkrankenhaus, die Endoklinik, das Bundeswehrkrankenhaus und das berufsgenossenschaftliches Unfallkrankenhaus Boberg.

Zu dem TV VKKH, dem neuen kirchlichen Tarifvertrag, gehört neben einem Überleitungstarifvertrag auch eine Schlichtungsvereinbarung. Dr. Arnold Rekittke, als Gewerkschaftssekretär für Kirchen zuständig, betont, dass durch diese Schlichtungsvereinbarung das Streikrecht grundsätzlich nicht ausgeschlossen ist: „Diese Tarifverhandlungen haben gezeigt, dass wir hart in der Sache, aber wertschätzend im Umgang in Verhandlungen zu guten Ergebnissen kommen können. Dieser Kultur wollten wir auch durch die Schlichtungsvereinbarung Ausdruck verleihen.“ Die Vereinbarung sieht vor, dass vor einem Scheitern der Verhandlungen ein Schlichtungsverfahren mit dem Ziel einer Einigung vorgeschaltet wird.

Mit diesem Tarifvertrag wird ein wichtiger Betrag zur Aufwertung der Arbeit im Krankenhaus geleistet. Um diese Berufe attraktiv zu machen, ist jedoch mehr notwendig. Viele Beschäftigte beklagen die Arbeitsbelastung. Verbindliche Personalkennzahlen für Mindestbesetzung und ausreichende Refinanzierung sind weitere Schritte. „Dafür sind dann aber nicht nur die Tarifpartner, sondern vor allem die Politik gefordert“, so Stein.

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