Geht das Alsterbad baden?

Zu dem CDU-internen Streit um das von Ole von Beust vorgestellte Alsterbad sagt der stadtentwicklungspolitische Sprecher der GAL Bürgerschaftsfraktion Claudius Lieven: „Dieser Zank war absehbar weil der von Bäderland entwickelte Plan einfach nichts mit dem im Stadtteil entwickelten Konzept zu tun hat.“

Farid Müller, Bürgerschaftsabgeordneter aus St. Georg, ergänzt: „Es wäre gut, wenn die Badepontons baden gingen. Wir brauchen keine exklusiven Badepontons an dieser Stelle, sondern einen Erholungsort für jedermann.“

Beide Abgeordnete begrüßen, dass die CDU nach anfänglicher Ablehnung des GAL-Vorstoßes nun doch über das Baden am Schwanenwik nachdächte. Doch zeige der Streit in der CDU, wie unausgegoren die Pläne des Bürgermeisters seien.

Das größte Problem ist aus Sicht der GAL-Fraktion der durch Eintrittspreise eingeschränkte Zugang zu den Badepontons. Ein Strand, wie von der GAL vorgeschlagen, könne dagegen kostenlos zugänglich sein. Darüber hinaus schränken die in der Bucht verankerten Pontons die Nutzung durch Segel- und Ruderboote mehr ein als ein Badestrand. Ob sich die Pontons und ihre Nebenanlagen gut in das Alsterpanorama einfügen, ist ebenfalls zweifelhaft. „Das Alsterbaden muss offen zugänglich und für alle Nachbarinnen und Nachbarn nutzbar sein“, so die GAL-Abgeordneten.

Sie weisen darauf hin, dass die von der GAL-Fraktion 2006 in die Bürgerschaft gebrachte Idee eines Strandbades an der Schwanenwik auf einem von Bürgerinnen und Bürgern in Hohenfelde entwickelten Konzept basiert. Die CDU-Mehrheit hatte daraufhin 250.000 Euro für das Aufschütten eines Strandes ohne Badeerlaubnis und eine Grillecke beschlossen (Drs. 18/4184).

Die Wasserqualität lässt das Baden in der Alster mittlerweile zu, zur Verbesserung der Sichttiefe wäre lediglich eine Sandausschüttung am Grund der Badebucht erforderlich. Zur Sicherung des aufgeschütteten Sandes könnten sandgefüllte Schläuche aus Geotextilien eingesetzt werden, wie sie im Wasserbau auf eingesetzt werden. Durch den hellen Untergrund würde eine ausreichende Sichttiefe des Wassers im Badebereich erreicht.

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