Warnstreiks auch im Bezirk Küste

Auf den gescheiterten Einigungsversuch im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg wird die IG Metall in der nächsten Woche auch im Bezirk Küste mit ganztägigen Warnstreiks reagieren. Parallel laufen die Vorbereitungen zu Urabstimmungen über Flächenstreiks.

„Statt auf Einigung haben die Arbeitgeber in den Verhandlungen in Stuttgart auf Eskalation gesetzt“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Unsere Antwort darauf ist weiterer Druck aus den Betrieben durch die ganztägigen Warnstreiks. Wir sind darauf gut vorbereitet. Die Beschäftigten haben mit der überwältigenden Beteiligung an den bisherigen Warnstreiks gezeigt, dass sie bereit sind, für ihre Forderungen zu kämpfen.“ Im Bezirk Küste zählte die IG Metall in den vergangenen drei Wochen fast 80.000 Warnstreikende.

Die vierte Runde der Tarifverhandlungen für die 140.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein war am Donnerstag ohne nennenswerte Annährung beendet worden.

Neben sechs Prozent mehr Geld für zwölf Monate fordert die IG Metall einen Anspruch auf zeitweise Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden und einen Entgeltzuschuss für die Beschäftigten, die ihre Arbeitszeit verringern und Kinder betreuen, Familienangehörige pflegen oder im Schichtdienst arbeiten.

Weitere Themen der Verhandlungen sind eine bezahlte Freistellung vor Prüfungen für Auszubildende und Dual-Studierende, Regelungen zum Personalausgleich und für Umkleidezeiten, die Angleichung der Schichtzuschläge und eine Verhandlungsverpflichtung für einen Prozess zur Angleichung der Tarifverträge im Osten.

Über weitere Details wird die IG Metall Küste auf einer Pressekonferenz am Montag (Beginn: 14 Uhr) in Hamburg informieren.

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