„Dieses Ensemble ist ein einmaliges Stück Hamburger Stadtgeschichte, das unbedingt erhalten werden muss “ sagt der GAL-Stadtentwicklungsexperte Claudius Lieven, zur aktuellen Diskussion über die Reste des historischen Gängeviertels.
Der letzte erhaltene Teil des ehemaligen Gängeviertels mit dem Herzstück Schiers Passage war 2003 im Rahmen eines Gebotsverfahrens ausgeschrieben worden. Das Konzept der Bieter hatte damals vor allem deshalb den Zuschlag erhalten, weil es einen hohen Wohnungsanteil und einen weitgehenden Erhalt der historischen Bausubstanz vorsah. Die Perspektive einer mit den „Hackeschen Höfen“ ähnlichen Entwicklung wurde begrüßt.
Leider ist seit Jahren praktisch kein Fortschritt bei der Realisierung dieses anspruchsvollen Konzepts erkennbar, meint Lieven. Gleichzeitig verfalle die Bausubstanz, so dass eine Instandsetzung immer schwieriger werde. Die Stadt solle deshalb noch einmal auf den Investor zugehen und Entgegenkommen in Bezug auf die Tiefgarage und die Bewertung der historischen Altbauten signalisieren.
Wenn die Investoren dann nicht zu verbindlichen Zusagen in der Lage sein sollten, müsse sich die Stadt nach einem neuen Investor umschauen. „Noch ist die Stadt faktisch Eigentümerin dieses denkmalgeschützten Ensembles, sie hat es in der Hand die Rahmenbedingungen so zu strukturieren, dass eine Rettung möglich wird“, sagt Lieven.