Aus Anlass des Besuchs des Dalai Lama in Hamburg fordert Helmut Steckel von der Tibet Initiative Deutschland gemeinsam mit der GAL-Bürgerschaftsfraktion eine kritische Haltung zu Totalitarismus und religiöser Intoleranz in den von der Volksrepublik China militärisch besetzten Ländern Tibet und Xinjang (Ostturkestan): „Die Welthafenstadt Hamburg, profitiert wie keine andere deutsche Stadt von den positiven Entwicklungen in China. Sie darf die Verletzung der Menschenrechte in Tibet und Xinjang nicht ignorieren.“
Manuel Sarrazin, Sprecher für Internationales der GAL-Bürgerschaftsfraktion, ergänzt: „Der Senat muss endlich Flagge zeigen für die Menschenrechte in China. Nur mit dem Empfang des Dalai Lama ist es nicht getan, Hamburg muss seine wirtschaftliche Position gegenüber China nutzen, um mehr Druck für die Menschrechte zu machen. Die gemeinsame Verurteilung der Laogai-Lager war ein erster Ansatzpunkt – die Einführung eines fairen Beschaffungswesens für die Stadt muss der nächste Schritt sein.“
1950/51 wurde Tibet von der Volksrepublik China militärisch besetzt und annektiert. Am 10. März 1959 schlugen die Truppen des Diktators Mao Tse Tung den tibetischen Volksaufstand in der Hauptstadt Lhasa blutig nieder. Nach offiziellen chinesischen Angaben kamen dabei 87.000 Tibeter um. Große Teile Tibets wurden chinesischen Republiken zugeschlagen, das tibetische „Kernland“ firmiert als Autonome Republik. Nach dem Volksaufstand 1959 in Tibet floh der Dalai Lama nach Indien und bildete dort die Exilregierung. Auch heute noch kommt es in Tibet zu massiven Menschenrechtsverletzungen und einem Zurückdrängen der einmaligen tibetischen Kultur durch Peking.
So ein Unsinn! Bei diesem so genannten Mönch scheinen fast alle ihr Gehirn auszuschalten. Denn unter der Herrschaft dieses Mönch-Regimes gab es noch bis in die 50er Jahre Leibeigne und Sklaven im Tibet, eine erbärmliche Armut, eine extreme Bildungsnot und gewaltiges Elend.
Der Tibet gehörte hingegen schon immer zu China. In der Zeit der chinesischen Kaiser ebenso wie in den Gründungsjahren den Volksrepublik. Auch der Dalai Lama war im chinesischen Volkskongress vertreten, teilweise sogar dessen Vorsitzender. Das wurde erst anders nach diesem so genannten Aufstand.
Wenn ich dies feststelle, dann stelle ich nicht in Abrede, dass es in der VR China Menschenrechtverletzungen gibt und die natürlich zu verurteilen sind. Doch unabhängig sollte man sich die Frage stellen, für was eigentlich der Dalai Lama steht. Und im Übrigen: China umfasst 50 Nationen. Würden die Separatismus zulassen (welches Land macht dies eigentlich?) würde von diesem Staat überhaupt nichts übrig bleiben und den Menschen ginge es ähnlich dreckig, wie jetzt den Russen.
Ich stelle fest, das ich viel zu wenig sowohl über Tibet als auch über China weiß. Aber ich kenne Andreas Grünwald als ernst zu nehmenden, kritischen Journalisten
und danke ihm deshalb für seine Anmerkungen.