GAL fordert Einstellung der Hartz IV-Ausforschung

Fragebögen für Arbeitslose: Die GAL vermutet, dass mehr dahintersteckt als pure Neugierde. Könnte es nicht auch sein, dass mit solchen Forschungen quasi-wissenschaftliche Legitimationen für Langzeitarbeitslosigkeit hergestellt werden sollen? Wird ein „Typ“ gesucht, der eben nicht in der Lage ist, sich auf dem Arbeits“markt“ zu behaupten?

Die GAL-Bürgerschaftsfraktion fordert den Stopp der Aktion „Gläserner Hartz-IV Empfänger“ durch die Behörde für Wirtschaft und Arbeit. Gudrun Köncke, arbeitsmarktpolitische Sprecherin: „Die Fragen sind eine ungehörige Ausforschung des privaten Lebens, mit Arbeitsmarktförderung hat das nichts zu tun.“

Solche Psychofragen dienen nach Auffassung der GAL zur scheinwissenschaftlichen Kategorisierung von Menschen, für die Ausrichtung von Arbeitsmarktprogrammen und für die Hilfe im Einzelfall ist dieser Forschungsansatz unbrauchbar. Die Verschwendung von Steuern in dieses sogenannte Forschungsprojekt muss deshalb gestoppt werden.

Es geht aus Sicht der GAL eben nicht nur um einzelne unglücklich formulierte Fragen, sondern um die Grundintention dieses Projektes: “Die Behörde für Wirtschaft und Arbeit geht einen unverantwortlichen Weg, weil mit solchen Forschungen quasi-wissenschaftliche Legitimationen für Langzeitarbeitslosigkeit hergestellt werden, die von den wirtschaftlichen Gründen der Arbeitslosigkeit ablenken sollen.“

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