Der Einsatz von Streikbrechern am Hamburger Flughafen ist gescheitert – bis 23 Uhr dauert der Streik an. Der Arbeitskampf der Luftsicherheitsassistenten hat viel bewegt: Nun gucken alle auf die private Sicherheitsfirma Piepenbrock. Bleibt sie stur, könnte der Streik am Dienstag weitergehen.
Es geht um einen Stress-Job: Das Wachpersonal kämpft darum, dass die mickrigen Stundenlöhne von 12,50 Euro auf 14,50 Euro erhöht werden.
ver.di teilt dazu mit:
„Jetzt ist es wichtig, den Druck auf die Ministerien und Fluggesellschaften auf der Bundesebene zu erhöhen. Das Unternehmen Piepenbrock muss sich seiner sozialen Verantwortung auf dem Gebiet der deutschen Flugsicherheit stellen. Um diesen Gesprächen den nötigen Raum zu geben, werden die Streiks bis einschließlich Montag ausgesetzt.
„Es ist nicht in unserem Interesse, dass weiterhin Fluggäste durch die arbeitgeberseitige Blockadepolitik auf dem Flughafen „stranden“ und damit vor eine massive Geduldsprobe gestellt werden. Nun hat die Bundesebene die Gelegenheit zu intervenieren und zielführende Gespräche zu führen. Wir erwarten ernst zu nehmende Angebote“, so der zuständige ver.di-Fachbereichsleiter Peter Bremme.
Hintergrund ist: Im Hoheitsbereich der Flugsicherheit spielen sich pre-käre Arbeitsverhältnisse ab. Das Outsourcing bundespolizeilicher Sicherheitsaufgaben an das Unternehmen Piepenbrock führt dazu, dass durch unsichere Lohn- und Arbeitsbedingungen auch die Flugsicherheit in Mitleidenschaft gezogen wird.
In den letzten zwei Streiktagen haben die Luftsicherheitsassistenten der Firma DWS am Flughafen ihre Entschlossenheit mehr als deutlich gezeigt. Befristete Arbeitsverträge, Zwangsreduzierung von Arbeitsstunden zwingen viele Beschäftigte bei einem Stundenlohn von 12,50 Euro ergänzende Sozialleistungen zu beanspruchen. ver.di fordert einen Stundenlohn von 14,50 Euro.