Tarifverhandlungen für die Sicherheitskräfte an Flughäfen: Weil die Arbeitgeber an Micker-Löhnen festhalten, droht ein neuer Flexi-Streik. Ein neuer Verhandlungstermin für Hamburg
steht noch nicht fest.
In den Tarifverhandlungen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft
(ver.di) für das Wach- und Sicherheitsgewerbe sowie die
Beschäftigten der privaten Sicherheitsdienstleister an deutschen
Flughäfen hat es am Freitag ein zentrales
Koordinationstreffen der Tarifkommissionen von Nordrhein-
Westfalen und Hamburg in der ver.di-Bundesverwaltung gegeben.
Dort haben sich die Vertreter beider Tarifkommissionen darauf
verständigt, die kommende Woche als zentrale Verhandlungswoche
zu nutzen.
Die Lohntarifverhandlungen in NRW gehen am Donnerstag, 7.
Februar, in eine neue Runde, ein Verhandlungstermin für Hamburg
steht noch nicht fest. Auch die Verhandlungen über den Bundesmanteltarifvertrag
werden in der kommenden Woche fortgesetzt. In der Verhandlungszeit werden keine Streiks stattfinden.
„Bisher hat der Arbeitgeberverband BDSW in allen diesen Verhandlungen
keinen erkennbaren Einigungswillen gezeigt, sondern
in den Manteltarifverhandlungen schleppend agiert und in den
20 Lohnverhandlungen in NRW und Hamburg die Entschlossenheit
der Beschäftigten unterschätzt, für ihre Forderungen einzustehen.
Wenn in den Verhandlungen in der kommenden Woche keine erkennbaren
Fortschritte erzielt werden, wird ver.di ein sehr flexibles
Streikkonzept umsetzen“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied
25 Petra Gerstenkorn.
Die Arbeitskämpfe würden dann von der örtlichen Streikleitung
angekündigt. Nicht auszuschließen sei für diesen Fall außerdem,
dass mehrere Flughäfen an einem Tag zum Streik aufgerufen
würden.
„Jetzt kommt es darauf an, dass die Arbeitgeber die Chancen für
eine Lösung des Tarifkonflikts am Verhandlungstisch nutzen“, unterstrich
Gerstenkorn.