Finger weg von Spielzeug, das stinkt

Spielzeug soll Spaß machen, nicht krank: Die Verbraucherschutzsenatorin gibt Tipps zum Weihnachtseinkauf.

Gerade in der Weihnachtszeit boomt der Verkauf von Spielwaren. Doch längst nicht jedes Spielzeug hält, was es verspricht und trägt in der Folge nicht nur zur Freude von Kindern und Eltern bei. Immer wieder bergen die Spielsachen insbesondere für kleine Kinder ein Verletzungsrisiko oder es sind gesundheitsschädliche Stoffe enthalten. Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) hat deshalb einige Tipps zusammengestellt, die jeder beim Kauf von Spielwaren – auch im teils aufkommenden Weihnachtsstress in den letzten Tagen vor Heiligabend – beachten sollte.

„Eltern müssen sich keine übertriebenen Sorgen machen, aber es ist auch nicht egal, was Kinder zum Spielen geschenkt bekommen. Es empfiehlt sich deshalb beim Kauf von Spielsachen auf einige Punkte zu achten“, so Verbraucherschutzsenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. „Dabei geht es zum einen darum, dass das Spielzeug altersgerecht ist und das Kind in seiner Entwicklung unterstützt. Denn gerade Spielsachen prägen die Wahrnehmung und das ästhetische Empfinden des Kindes. Zum anderen will niemand, dass sein Kind mit Sachen spielt, die seine Gesundheit gefährden.“

Was kann ich als Käufer tun, worauf sollte ich achten?
Finger weg von stark riechenden Kunststoffspielzeugen oder -produkten, wie z.B. deutlich riechenden Gummistiefeln oder Schwimmhilfen für Kinder. Die Ursache für den Geruch können mit gesundheitsschädlichen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAKs) verunreinigte Weichmacheröle sein. Eine Alternative bieten Kunststoffe wie Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PPE), die auch für Lebensmittelverpackungen zugelassen sind. Auch die Verwendung von allergenen Duftstoffen im Spielzeug ist verboten. Deshalb haben scheinbar angenehme Gerüche, wie etwa nach Zimt oder ähnlichem, ebenso nichts im Spielzeug zu suchen.

Bezüglich der Menge der Spielsachen ist „weniger“ manchmal tatsächlich „mehr“. Zu viele Anregungen durch eine Spielzeugüberflutung können die Entwicklung und die Kreativität von Kindern behindern. Deshalb besser weniger, aber hochwertige und ausgesuchte Spielzeuge. Z.B. Spielsysteme, die zu erweitern und auszubauen sind, sind für Kinder vielseitig verwendbar und sprechen deren Fähigkeiten besser an.

Weitere Tipps und Orientierungshilfen sind in der Anlage zusammen gestellt. Informationen sowie verschiedene Merkblätter, u.a. zu „Spielzeug für Kleinkinder“ stehen auch online unter http://www.hamburg.de/produktsicherheit zur Verfügung.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.