Feuerwehrleute erfolgreich gegen Mehrarbeit

Sieg der Feuerwehrleute: Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass der Arbeitgeber den vollen Ausgleich für rechtswidrige Stundenerhöhung leisten muss.

Zum gestrigen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, dass Hamburg die Mehrstunden bei der Berufsfeuerwehr ausgleichen muss, erklären Sieglinde Frieß, ver.di-Fachbereichsleiterin Bund, Länder und Ge-meinden und Wilhelm Mähler, der Vorsitzende der ver.di-Fachgruppe Feuerwehr:

„Wir freuen uns! Endlich hat die Gerechtigkeit gesiegt! Seit 1999 haben wir gegen die rechtswidrige Erhöhung der Arbeitszeiten von 48 auf 50 Stunden gekämpft, zuerst auf der Straße, dann vor Gericht. Viele Kollegen sind unserer Aufforderung gefolgt, Widersprüche einzureichen (Kopien liegen bei ver.di vor), und dies hat sich jetzt bezahlt gemacht. ver.di zog durch alle Instanzen und hat am Ende gewonnen. Das ist ein großartiger Erfolg.

Die Ankündigung von Senator Neumann, die Auszahlung zu viel ge-leisteter Stunden vorzunehmen, begrüßen wir sehr, weil ein Zeitaus-gleich die schwierigen Arbeitsbedingungen bei der Feuerwehr noch verschärfen würde.

Das Urteil bestärkt unsere Auffassung, dass die Kollegen der Feuer-wehr eine enorm wichtige Arbeit für die Stadt leisten, dabei extrem hohen Belastungen ausgesetzt sind und deshalb nicht noch weiter `wie Zitronen ausgepresst werden` dürfen. Für uns sind daher alle Versuche – gestern wie heute, – die Belastungen noch mehr zu erhö-hen, indiskutabel, da sie letztendlich zu Lasten der Sicherheit der Bür-ger/innen gehen. Wir verstehen das Urteil auch als eindringliche Mah-nung, die Feuerwehr und den Rettungsdienst so auszustatten, dass die höchstmögliche Sicherheit garantiert wird.

Wir danken allen Kollegen, die ver.di das Vertrauen für die Klagefort-setzung gegeben haben und freuen uns auf weitere gemeinsame Ak-tivitäten, um die Sicherheit der Bürger/innen in der Stadt auf dem höchst möglichen Niveau zu gewährleisten.“

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.