Fette Beute. Reichtum zeigen

Neue Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe über die Inszenierung von Reichtum in den Medien.

Goldene Kalaschnikows, mit Diamanten besetzte Mobiltelefone oder die Quittung einer Champagnerflasche für eine hohe Geldsumme: Reichtum wird in Medien dargestellt und die Reichen der Erde nutzen die Medien zur Selbstinszenierung. Das MKG widmet diesem Phänomen eine Ausstellung. Zu sehen sind 150 Werke darunter Fotografien, Videoarbeiten und Dokumentarfilme.

Reiche hat es zu allen Zeiten der Geschichte gegeben. Trotzdem ist Reichtum im Verhältnis zu Armut viel seltener Thema sozialdokumentarischer Fotografie gewesen. Die Ausstellung im MKG zeigt nun in einer umfassenden Ausstellung, wie Reichtum in den Massenmedien dargestellt wird und Reiche sich der Medien zur Selbstinszenierung bedienen.

150 Werke aus Gegenwart und Vergangenheit

Insgesamt versammelt die Ausstellung 150 Werke. Dazu zählen 20 zeitgenössische internationale Positionen, mit künstlerischen Arbeiten, Reportage-Fotografien, Dokumentarfilmen und Videoarbeiten von Tina Barney, Gabriel Mascaro, Martin Parr, Julika Rudelius, Juergen Teller, Paolo Woods u.v.m. Darüberhinaus gibt es Amateuraufnahmen aus dem Fotosharing-Portal Instagram und Ausschnitte aus dem Reality-TV-Format „Rich Kids of Beverly Hills“. Den Darstellungen aus der Gegenwart stellt das MKG 13 historische Pendants gegenüber. Sie stammen aus der Zeit vor der Jahrhundertwende bis zum Bildjournalismus der 1960er Jahre. Dazu zählen Aufnahmen von Jacques Henri Lartigue, Lisette Model, Regina Relang, Edward Steichen u.a.

Vielschichtigkeit in der Darstellung von Reichtum

Die Exponate entstammen nicht nur unterschiedlichen Medien und Dekaden, sondern auch unterschiedlichen Kulturkreisen. So können die Besucher der Ausstellung kulturelle Prägungen und nationale Unterschiede von Reichtum und der Darstellung von Reichtum nachvollziehen. Die Ausstellung beleuchtet die Motivation und Rolle von Zeigenden und Betrachtern. Sie dokumentiert gleichsam, welche Auswirkungen die Globalisierung und die Entwicklung der Bildmedien auf die Darstellung von Luxus hat, denn in Zeiten des Internets und der digitalen Fotografie kann jeder zum Reporter der eigenen Lebensumstände werden.

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