Vor, am und um den 25. November herum wird an vielen Orten auch im Norden mit einer Fahnenaktion unter dem Motto „Frei leben“ daran erinnert, dass viele Frauen nach wie vor Gewalt ausgesetzt sind.
An dieser Aktion, die 2001 von der Organisation Terre des Femmes ins Leben gerufen wurde, beteiligen sich auch die Gewerkschaften. Denn die Zahlen sind erschreckend: Über 40.000 Frauen jährlich, so eine Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, flüchten zusammen mit ihren Kindern in eines der rund 400 Frauenhäuser in Deutschland. Der Studie zufolge erleben etwa 40 Prozent der in Deutschland lebenden Frauen irgendwann in ihrem Leben körperliche und sexuelle Gewalt innerhalb von Familien- und Paarbeziehungen.
In Hamburg haben Frauen es schwerer als zu rot-grünen Zeiten, sich vor Gewalt zu schützen: Eine der ersten Amtshandlungen des Beust-Senats war es, eines der Hamburger Frauenhäuser zu schließen.
Lisa Straka, Abteilungsleiterin für Gleichstellung beim DGB Nord, wies darauf hin, dass es mittlerweile in allen Bundesländern und auch auf Bundesebene Aktionspläne gegen häusliche Gewalt und Gewalt gegen Frauen gebe. Das sei auch ein Ergebnis von Aktionen wie der vor 7 Jahren gestarteten Kampagne von Terre des Femmes. Die Zahlen über häusliche Gewalt zeigten aber auch, dass sie dringend notwendig seien.