Anzahl der eingebürgerten Briten um 200 Prozent gestiegen – Die Abteilung für Einbürgerungs- und Staatsangehörigkeitsangelegenheiten des Einwohner-Zentralamtes hat im vergangenen Jahr 6.496 Einbürgerungsanträge entgegengenommen und 10.558 Beratungsgespräche geführt. Insgesamt wurden 5.608 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit eingebürgert. Die Dauer der Einbürgerungsverfahren betrug von Antragstellung bis zur Entscheidung im Durchschnitt fünf Monate.
Trotz leicht rückläufiger Zahlen der Spitzenreiter der vergangenen Jahre belegen die Einbürgerungen von Menschen aus den Herkunftsländern Afghanistan, Türkei, Polen und dem Iran erneut die vorderen Plätze der Statistik.
Bemerkenswert ist, dass im Jahr 2017 nach einem Anstieg um 249 Einbürgerungen im Vergleich zum Vorjahr erstmals Großbritannien als Herkunftsland unter den ersten fünf Plätzen gelistet ist. Auch wenn die Gründe für eine Einbürgerung nicht erfasst werden, ist davon auszugehen, dass die Zunahme der Einbürgerungen britischer Staatsangehöriger im Zusammenhang mit dem Referendum über den EU-Austritt des Vereinigten Königreichs im Juni 2016 steht.
Neben den statistisch gut vertretenen Ländern erfolgen in Hamburg darüber hinaus Einbürgerungen von Menschen aus nahezu allen Teilen der Welt. So haben beispielsweise auch jeweils eine Person von den Inselstaaten Dominica und den Nördlichen Marianen in Hamburg die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen.
Einbürgerungsfeiern
Um die Bedeutung der Einbürgerung festlich hervorzuheben und die Neubürgerinnen und Neubürger herzlich willkommen zu heißen, finden im Hamburger Rathaus mehrmals im Jahr Einbürgerungsfeiern statt. Im vergangenen Jahr haben an sechs Veranstaltungen insgesamt etwas mehr als 3.000 Gäste teilgenommen.
Die nächste Einbürgerungsfeier findet am 23. Januar 2017 statt, bei der auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Rahmen seines zweitägigen Aufenthalts in Hamburg anwesend sein wird.