Erfreulicher Zuwachs an Auszubildenden in der Hamburger Altenpflege

Positiver Trend hält an: Immer mehr Menschen entscheiden sich in Hamburg für eine Ausbildung in der Altenpflege. Mit insgesamt 833 Auszubildenden starteten im Ausbildungsjahr 2018/2019 94 Frauen und Männer mehr als im Vorjahr in die Berufe Altenpflege (AP) sowie Gesundheits- und Pflegeassistenz (GPA). Das entspricht einer Steigerung von rund 13 Prozent zum Vorjahr.

Die Gesamtzahl der Auszubildenden in allen Ausbildungsjahren stieg um knapp zehn Prozent, von 1.707 auf 1.871. Ebenfalls erneut gestiegen ist die Zahl der Ausbildungsbetriebe: Gegenüber dem Vorjahr meldet die Hamburgische Pflegegesellschaft einen Anstieg der Ausbildungsbetriebe von 336 (Ausbildungsjahr 2017/2018) auf mittlerweile 363 im aktuellen Jahr.

Erneuter Anstieg der Auszubildenden-Zahlen in der Altenpflege und der Gesamtzahl der Ausbildungsbetriebe in der Altenpflege

„Die steigenden Ausbildungszahlen in Hamburg sind ein gutes Zeichen für unsere Bemühungen zur Verbesserung der Situation in der Pflege. Mit der Ausbildungsumlage haben wir in Hamburg die Basis dafür geschaffen, dass Interessierten immer mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen“, so Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. „Diese Erfolgsgeschichte wollen wir bei der Einführung des neuen Berufs der Pflegefachfrau bzw. des Pflegefachmanns für Alten- und Krankenpflege ab 2020 fortsetzen. Zusätzlich zu einer verstärkten Ausbildung müssen wir es schaffen, durch bessere Arbeitsbedingungen mehr Fachkräfte im Beruf zu halten. Gut ausgebildete Pflegekräfte, die Arbeitszeiten reduziert oder den Beruf gewechselt haben, wollen wir motivieren, die Stundenzahl wieder aufzustocken oder in ihren Job zurückzukehren.“

Im Rahmen einer Sitzung des Hamburger Landespflegeausschusses hat die Hamburgische Pflegegesellschaft die Ausbildungszahlen aus dem Hamburger Umlageverfahren für das laufende Ausbildungsjahr 2018/19 vorgestellt. Vor allem die Zahl der Ausbildungsanfängerinnen und -anfänger in dem dreijährigen Ausbildungsberuf der Altenpflege stieg gegenüber dem Vorjahr um 22 Prozent von 412 auf 503. In dem Beruf der Gesundheits- und Pflegeassistenz starteten 330 Frauen und Männer eine Ausbildung. Damit konnte in dieser Ausbildung das hohe Niveau des Vorjahres gehalten werden. Insgesamt befinden sich derzeit 164 Auszubildende mehr in der Altenpflegeausbildung als im letzten Schuljahr 2017/18.

Martin Sielaff, Hamburgische Pflegegesellschaft: „Wir haben es wieder geschafft! Die Zahl der Ausbildungsbeginner in der Altenpflege konnte noch einmal wachsen. Die  Anzahl der Hamburger Ausbildungsbetriebe in der Altenpflege ist deutlich gestiegen. Und wir haben damit die gesamte Ausbildungskapazität der Altenpflege wieder steigern können. Die Altenpflegeeinrichtungen arbeiten hart daran, dem Fachkräftemangel entgegen zu arbeiten. Ein wirklich sehr erfreuliches Ergebnis. Und in diesem Jahr ist die Steigerung bei den dreijährig examinierten Fachpflegekräften gelungen. Qualifizierte Altenpflegekräfte werden überall gebraucht. Es hat sich herumgesprochen: in der Altenpflege hat man nach der Ausbildung einen sicheren Arbeitsplatz. Die Ausbildungsvergütung liegt im oberen Bereich der Ausbildungsberufe und die Einstiegsgehälter nach der Ausbildung sind in den letzten Jahren ordentlich gestiegen. Wir wollen den Hamburgerinnen und Hamburgern, die Pflegeleistungen benötigen, weiterhin eine sehr gute Leistung gewährleisten. Dazu brauchen wir gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und insgesamt mehr Beschäftigte. Die Hamburger Pflegebetriebe werden sich weiterhin für gute und mehr Ausbildung ins Zeug legen. Altenpflege ist kein leichter Beruf aber eine sehr erfüllende Aufgabe.“

Die Ausbildungsbedingungen werden sich mit der Pflegeberufe-Reform ab 2020 deutlich ändern. Zur Umsetzung des Gesetzes wurde in Hamburg eine Projektgruppe eingesetzt, die in fünf Teilprojektgruppen die Themenfelder schulische Ausbildung, praktische Ausbildung, hochschulische Ausbildung, Finanzierung und Öffentlichkeitsarbeit bearbeitet. Die in der Hansestadt beteiligten Einrichtungen sind bereits frühzeitig in den aufwändigen Veränderungsprozess eingebunden worden. Als ein erstes Ergebnis soll in Kürze eine Kampagne starten, um vor dem Ausbildungsbeginn 2020 über die Berufschancen und die Attraktivität der Pflegeberufe zu informieren.

Daneben wird die Stadt auch in den kommenden Jahren in Kooperation mit der Hamburgischen Pflegegesellschaft als engagiertem Projektträger Qualifizierungsprojekte umsetzen, da Nachqualifizierungen und Fortbildungen einen wichtigen Beitrag leisten, um Fachkräfte in der Pflege zu halten und die fachliche Qualität in der Altenpflege zu sichern. Die Qualifizierungsprojekte werden durch den Europäischen Sozialfonds gefördert.

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