Man kann’s getrost als „Missachtung des Parlaments“ einstufen: Statt den Abgeordneten zu erläutern, wo die vielen Millionen im Zusammenhang mit der Elbphilharmonie geblieben sind, hat der Senat die entsprechende Drucksache zunächst dem Abendblatt zugespielt. Interessant zu lesen ist’s allemal – und man ist schon erstaunt über die Großzügigkeit, mit der z.B. mal eben 30 Mio Euro ausgegeben werden, obwohl festgestellt wird, dass die Forderung unberechtigt erhoben wurde.
Sauer reagiert auf die Vorab-Veröffentlichung hat bisher nur Norbert Hackbusch, kulturpolitischer Sprecher der Linksfraktion: „Es ist eine Frechheit, dass der Senat seine Drucksachen über die Medien verbreitet, bevor sie der Bürgerschaft zugestellt werden. Mich überzeugen die dort genannten Zahlen nicht. Dass man 137 Mio. Euro gezahlt hat, obwohl nur 107 Mio. Euro als berechtigt eingeschätzt wurden, erscheint auf den ersten Blick sehr merkwürdig. Genaueres lässt sich aber erst sagen, wenn die Drucksache auch uns irgendwann vorliegt.“