Ein „Silicon Valley“ der Erneuerbaren Energien

Hamburg gibt den Startschuss für den neuen Energie-Campus Hamburg – in Bergedorf wird 2013 mit dem Bau eines Forschungs- und Ausbildungslabors für Windenergie und intelligente Stromnetze begonnen. Ferner ist der Bau eines Windparks geplant.

Die Erneuerbaren Energien haben sich in den letzten Jahren mit großer Dynamik zu einem wichtigen Element der Wirtschaftspolitik entwickelt. Für Hamburg und den gesamten norddeutschen Raum steht dabei die Windenergie an erster Stelle. Forschung und Innovation im Bereich der Erneuerbaren Energie sind für Hamburger Unternehmen unabdingbar, um international wettbewerbsfähig zu bleiben und den Umschwung auf nachhaltige Formen der Energie zu schaffen. Als Leuchtturmprojekt für diese Aufgaben errichtet die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) das Technologiezentrum Energie-Campus Hamburg: Im Hamburger Stadtteil Bergedorf wird die HAW Hamburg ab 2013 mit dem Bau eines Forschungs- und Ausbildungslabors für Windenergie und intelligente Stromnetze („smart grid“) beginnen. Ferner ist der Bau eines Windparks geplant. Der Energie-Campus wird durch das Competence Center für Erneuerbare Energien und EnergieEffizienz (CC4E) der HAW Hamburg errichtet und stärkt den Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in Hamburg. Zu diesem Zweck werden Unternehmen, Hochschulen und Entwicklungseinrichtungen für Erneuerbare Energien am Standort Hamburg künftig noch besser miteinander vernetzt. Die geplanten Windanlagen würden den Strombedarf von 12.000 Haushalten decken.

Der Senat unterstützt das 6,8 Mio. Euro teure Projekt Energie-Campus Hamburg mit 3,7 Mio. Euro. Die restliche Finanzierung von 3,1 Mio. Euro wird durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geleistet. Der geplante Windpark wird ein zusätzliches Investitionsvolumen von circa 10 Mio. Euro aufweisen und durch eine Projektfinanzierung realisiert.

Wirtschaftssenator Frank Horch sagte bei der Vorstellung: „Der Energie-Campus der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und das geplante Wind- und Smart-Grid-Labor werden Hamburgs führende Stellung in der Windkraft-Technologie unterstützen und festigen. Insgesamt ist der Energie-Campus Ausdruck und ein wichtiger Baustein der Politik des Senats, Hamburg zu einer Innovationsmetropole in Europa zu entwickeln. Mit Hilfe des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung startet hier heute ein herausragendes Projekt.“ Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Die Energiewende ist eine riesige Chance für Wissenschaft und Forschung in Deutschland. Dabei kommt es vor allem auf den Wissenstransfer und die Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte an. Der Energie-Campus der HAW, der allen Hochschulen in Hamburg und der Metropolregion offen steht, verfolgt diese Ziele mit einem stark anwendungsorientierten Ansatz.“

Die Leuchtturm-Funktion des Energie-Campus soll eine Sogwirkung für die Ansiedlung von Forschungsabteilungen von Unternehmen, Unternehmensgründern oder jungen Firmen am Energie-Campus entfalten. Die Innovationsfähigkeit und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, die aus den öffentlichen Forschungsergebnissen des Energie-Campus hervorgeht, verbessert die Position der angesiedelten Unternehmen im internationalen Wettbewerb. Insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen, für die es in der Regel mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden ist, entsprechende Forschungs- und Entwicklungs-Kapazitäten vorzuhalten, profitieren von dem Energie-Campus. Die im Windpark und Windlabor durchgeführten Messungen und Tests stellen die Basis für Verbesserungen, Optimierungen und Innovationen in der Branche der Erneuerbaren Energien dar. Dazu trägt auch das zusätzliche Potential an Fachkräften bei, das beispielsweise in den Ingenieursstudiengängen der HAW Hamburg ausgebildet wird.

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