Egloff bei Kolbenschmidt

Hamburgs SPD-Landesvorsitzendes Ingo Egloff hat auf der Mitarbeiterversammlung der von der Schließung bedrohten Firma KS Kolbenschmidt in Altona die Pläne der Unternehmensleitung als „verantwortungslos und betriebswirtschaftlich unsinnig“ kritisiert.

Auf der von der IG Metall organisierten Kundgebung, an der mehrere hundert Arbeitnehmer auch aus anderen Hamburger Betrieben ihre Solidarität bekundeten, redete Egloff neben dem Betriebsratsvorsitzenden Horst Pitroff und zahlreichen Vertretern der IG Metall.

Egloff: „Die Schließung des Werkes Hamburg der zur Pierburg-Gruppe gehörenden Firma KS Kolbenschmidt, die seit über 70 Jahren in Hamburg Kolben für Motoren herstellt, ist ein Skandal. Ein Werk, das schwarze Zahlen schreibt, zu schließen, nur weil man meint, noch mehr Kosten sparen zu müssen, ist auch betriebswirtschaftlich unsinnig. Dem Management fällt nichts anderes ein, als Arbeitsplätze abzubauen. Es ist doch unverständlich, dass die IG Metall und der Betriebsrat sich wissenschaftlicher Hilfe bedienen müssen, um ein Alternativszenario zu schaffen. Dies wäre Aufgabe des Managements, das hier versagt hat“.

Egloff betonte, dass die Unternehmen in Deutschland zunehmend ihrer sozialen Verantwortung nicht mehr gerecht würden. Vergessen werde dabei, sagte Egloff, dass ein Großteil des bundesdeutschen Wirtschaftserfolges nur dank des Einsatzes hoch qualifizierter und motivierter Mitarbeiter erzielt werde.

Die SPD in der Bezirksversammlung Altona hat dazu einen Beschluss beantragt, das Grundstück des Unternehmens nicht für Spekulationszwecke zur Verfügung zu stellen. Die Ausweisung als Industriefläche müsse demnach bestehen bleiben, um „jeden Anreiz für eine Veräußerung“ zu nehmen.

Egloff: „Die SPD unterstützt die Arbeitnehmer und wird versuchen, den Druck auf die Unternehmensleitung zu erhöhen, von den Schließungsplänen Abstand zu nehmen“.

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