Dringend gesucht: Alternative zur Hafenquerspange

Im Rahmen der gestrigen Diskussionsveranstaltung der Architektenkammer Hamburg wurde deutlich, dass die bisher geplante Hafenquerspange mit rund einer Milliarde Euro doppelt so viel kosten würde, wie ursprünglich gegenüber dem Bund angemeldet. Staatsrat Fuchs machte klar, dass der Senat sich nun auf ein negatives Ergebnis der Machbarkeitsstudie durch den Bund einrichten müsse und daher andere Trassenführungen und alternative Methoden der Bewältigung des Verkehrsaufkommens geprüft werden müssten.

„Jetzt muss auch die CDU einsehen, dass die Hafenquerspange in ihrer bisherigen Führung unbezahlbar ist und sich widerwillig auf die Suche nach Alternativen begeben“, stellt Jörg Lühmann, der verkehrspolitische Sprecher der GAL-Bürgerschaftsfraktion, fest.

Die Alternativen zu nicht mehr finanzierbaren Großprojekten sind bekannt: Der Fluss der LKW-Verkehrs ist durch den Einsatz von Verkehrsinformationssystemen und eine erhebliche Verkleinerung der Zollfreigrenzen deutlich zu verbessern. Innerhalb des Hafens sind LKWs durch mehr Containerwassertaxis zu ersetzen. Dieser Ansatz ist kurzfristig realisierbar und wirtschaftlich. Auch automatisierte Verkehrsträger bieten die Möglichkeit, LKWs innerhalb des Hafens ökonomisch und ökologisch sinnvoll zu ersetzen. Der Transport von Leercontainern innerhalb des Hafens muss besser organisiert werden.

Mit einer gleichmäßigen Ausnutzung der vorhandenen Infrastruktur können Effizienzgewinne erzielt werden, die den Neubau von Straßen entbehrlich machen. „Das Motto der Zukunft lautet: Small and clever is beautiful. Kleine, unspektakuläre aber intelligente Lösungen sind das Gebot der Stunde“, erklärt Lühmann weiter. „Auch für diese Maßnahmen werden wir finanzielle Hilfen des Bundes benötigen. Das funktioniert aber nur, wenn nicht eine Milliarde Euro für ein einziges Großprojekt verschleudert wurde!“

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