Dieser Wasserweg ist nix für Grüne

Die Grünen aus Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein machen gemeinsam gegen die Elbvertiefung Front, die von Hafenarbeitern und der norddeutschen Wirtschaft unisono gefordert wird: Warum nur ist für Umweltschützer ausgerechnet der Transport von Gütern auf dem Wasserwege ein Problem?

Der Ausbau der Fahrrinne ist für die Zukunft des Hafens existenziell. Er trüge auch dazu bei, Gütertransporte von der Straße auf den Wasserweg zu verlagern. Moderne Schiffe mit einem Tiefgang bis zu 14,50 Meter sollen so tideabhängig den Hafen nutzen können. Wenn tiefgängige Containerschiffe und Feederverkehre in Zukunft einen Bogen um Hamburg machen, würde im Hafen eine bedrohliche Lage entstehen. Schon jetzt sind immer Schiffe mit einer Stellplatzkapazität von 14 000 Standardcontainern (TEU) unterwegs, auf der Elbe haben aber schon jetzt Schiffe mit einer Kapazität von 8000 bis 9000 TEU Probleme. Rund 150 000 Arbeitsplätze hängen direkt vom Hafen ab.

Morgen wollen Spitzenpolitiker der norddeutschen Grünen, darunter GAL-Fraktionschef Kerstan, in einem gemeinsamen Pressegespräch im Hamburger Rathaus sagen, was sie an der Elbvertiefung stört.

„Die Kosten der Elbvertiefung explodieren. Der Hamburger Senat geht mittlerweile von 175 Mio. Euro allein für Hamburg aus. Wesentliche Kosten sind dabei aber immer noch nicht berücksichtigt. Die Risiken für Umwelt, Deichsicherheit und Landwirtschaft sind nicht abzusehen. Die Einvernehmensverhandlungen mit Niedersachsen sollten bis Ende des Monats abgeschlossen sein, müssen aber verlängert werden. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis wurde zuletzt 2004 untersucht“, erläuterten sie bereits heute.

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