Die ehemalige und entwidmete evangelische Kapernaum-Kirche in Horn soll zu einer Moschee werden. Der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Wolfgang Rose sieht darin eine Chance und hat deshalb einen Aufruf veröffentlicht: „Wir brauchen nicht mehr Trennung, sondern mehr Dialog zwischen den Religionen und einen partnerschaftlichen Umgang mit religiöser und kultureller Pluralität in unserer Stadt.“
Aufruf
GOTTESHÄUSER SOLLEN VERSÖHNEN, NICHT SPALTEN
Wir wenden uns gegen alle Versuche, die Umwandlung der früheren Kapernaum-Kirche in eine Mo-schee zu einem Symbol für mehr Abgrenzung zwischen den Religionen zu erklären. Auch populisti-sche Kommentare aus der Politik und Kirche werden der Verantwortung für das Miteinander nicht gerecht.
Christen und Muslimen ist gemeinsam, dass sie Verantwortung übernehmen für die Schöpfung Gottes. Sie treten ein für ein humanes Zusammenleben, das sich an ethischen Werten orientiert, die nicht spezifisch christlich oder muslimisch sind, sondern menschlich. Werte wie Gerechtigkeit und Frieden, gute Nachbarschaft und Respekt vor Andersdenkenden und –gläubigen sind gemeinsame Grundsätze christlicher und islamischer Glaubenslehre.
Auch die Steine von Kapernaum sind nicht muslimisch oder christlich. Es sind die Menschen, die sie dazu machen. Die Umwandlung eines früheren christlichen Gotteshauses in eine Moschee muss nicht als Bedrohung aufgefasst werden, sondern kann eine große Chance sein für Respekt und Toleranz zwischen den verschiedenen Religionsgemeinschaften in unserer säkularen Stadt. Es liegt an uns, diese Chance mutig zu ergreifen.
Wir brauchen nicht mehr Trennung, sondern mehr Dialog zwischen den Religionen und einen partner-schaftlichen Umgang mit religiöser und kultureller Pluralität in unserer Stadt.
KAPERNAUM IST DAS, WAS WIR DARAUS MACHEN.
Wolfgang Rose
10. Februar 2013
Unterstützer/-innen (1. Tag)
1. Inka Damerau Stellv. Landesvorsitzende SPD
2. Christoph Stoermer Hauptpastor St. Petri
3. Uwe Grund Vorsitzender DGB Hamburg
4. Christa Götsch MdHB GRÜNE, 2. Bürgermeisterin a.D.
5. Isabella Vértes-Schütter MdHB SPD, Intendantin
6. Abi Wallenstein Blues-Legende
7. Jens Kerstan MdHB-GRÜNE, Fraktionsvorsitzender
8. Petra Oelker Schriftstellerin
9. Urs Tabbert MdHB SPD
10. Rolf Becker Schauspieler, Literat
11. Ulrich Burghardt-Wöckner BR-Vorsitzender „Elbkinder“
12. Tim Golke MdHB Die LINKE
13. Lisa Pollit Kabarettistin
14. Bernd Seguin Moderator
15. Martin Dieckmann ver.di Fachbereichsleiter Medien
16. Prof. Dr. Wolfram Weiße Direktor Akad. der Weltregionen
17. Ksenija Bekeris MdHB-SPD
18. Katharina Ries-Heidtke Vors. ver.di Landesvorstand
19. Michael Hartwig früh. Besucher Kapernaum Gemeinde
20. Farid Müller MdHB-GRÜNE
21. Prof. Dr. Ursula Neumann Erziehungswissenschaftlerin
22. Prof. Dr. Georg Auernheimer Erziehungswissenschaftler
23. Prof. Dr. Adelheid Iken HAW, Interkulturelle Kommunikation
24. Peter Dietrich Vorstandsvors. HHHLA aD.
25. Ekkehard Wysocki MdHB-SPD
26. Sabine Rheinhold Journalistin, Redakteurin
27. Jens Schwieger MdHB-SPD
28. Prof. Dr. Norman Paech Wissenschaftler
29. Fyliss Demirel MdHB GRÜNE
30. Gernot Krankenhagen Museumsdirektor a.D.
31. Gudrun Krankenhagen
32. Dr. med. Heinzpeter Moecke Gesundheitswissenschaftler
33. Klaus-D. Schwettscher ver.di Grundsatzbereich
34. Beate Schwartau Beraterin
35. Michael Joho Geschichtsschreiber St. Georg
36. Thomas Mendrzik BR-Vors. HHLA CT Altenwerder
37. Werner Goldschmidt
38. Monika Goldschmidt
39. Wolfgang Ehmke
40. Helga Obens Aktivistin Gegen Das Vergessen
41. Bernardo Peters-Velasquez
42. Annegret Reich
43. Bernd P. Holst Volkswirt, SPD-Abg. Bez. Mitte
44. Christel Böhncke
45. Claudia Bock
Ich unterstütze den Aufruf.
Joachim Reinig, Architekt