Die letzte Warnung: 3000 im Streik

Rund 3.000 Beschäftigte und Auszubildende der Hamburger Stadtreinigung, der Kitas der Vereinigung, der Öffentlichen Bücherhallen, von DESY und Studierendenwerk, von Hamburg Port Authority (HPA), des Wasser- und Schifffahrtsamtes und des Bundesamtes für See-schifffahrt und Hydrografie, der Theater, des Flughafens und der Bundesagentur für Arbeit beteiligten sich heute an Warnstreiks in ihren Betrieben.

„Dies ist unsere letzte Warnung“, sagte ver.di-Landeschef Wolfgang Rose: „Wenn die Arbeitgeber jetzt nicht einlenken, werden sie sich auf einen Arbeitskampf einstellen müssen, der Wochen oder auch Monate dauern kann.“ Angesichts stagnierender Einkommen müsse jetzt endlich eine ordentliche Lohnerhöhung von 6,5 Prozent und min-destens 200 Euro für die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes her.

Die Streikkundgebung fand vor der Elbphilharmonie in der Hafencity statt. Dort enthüllte Rose ein neues Straßenschild mit dem Namen „Platz der Umverteilung“. Er sagte: „Hamburg ist eine schwerreiche Stadt, aber der Reichtum ist ungerecht verteilt. Während sich Manager und Millionäre satte Einkommens- und Vermögenszuwächse genehmigen, bleiben die Löhne der Arbeitnehmer stehen. So geht es nicht weiter. Wir brauchen die Umverteilung von oben nach unten, damit unsere Gesellschaft nicht zusammenkracht.“

Der Warnstreik fand unmittelbar vor der dritten Verhandlungsrunde für den Öffentlichen Dienst statt, die am 28. März beginnt. Rose: „Gute Arbeit hat ihren Preis und auch öffentliche Aufgaben müssen endlich fair entlohnt werden. Die Kampfbereitschaft der Kollegen in allen betroffenen Bereichen ist hoch. Wir sind noch steigerungsfähig in diesem Arbeitskampf.“

Die Bundestarifkommission der Gewerkschaft hat ihre Forderungen unter das Motto „Wir sind es wert“ gestellt. ver.di fordert für die rund zwei Millionen Beschäftigten eine Entgelterhöhung von 6,5 Prozent. Für untere Einkommen soll die Steigerung mindestens 200 Euro be-tragen. Außerdem fordert die Gewerkschaft die unbefristete Übernahme der Auszubildenden sowie eine spürbare Anhebung der Ausbil-dungsvergütungen um 100 Euro.

Auf dem „Platz der Umverteilung“ vor der Elbphilharmonie sprach neben Beschäftigten aus den einzelnen Betrieben als Hauptredner der ver.di-Verhandlungsführer Achim Meerkamp zu den Streikenden. Danach startete ein Demonstrationszug durch die Hamburger Innenstadt zum CCH. Am Gänsemarkt vor der Finanzbehörde fand eine Zwischenkundgebung statt.

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