Die Hanse trifft sich in Lüneburg

Jedes Jahr treffen sich die Hansestädte der Neuzeit zu den Hansetagen – immer in einer anderen Stadt: „Tradition und Internationalität“ versprechen die Veranstalter. Vom 28.6. bis 1.7. trifft man sich diesmal in Lüneburg, der alten Hanse- und Salzstadt in der Metropolregion Hamburg.

Einst war die Hanse eine Organisation von niederdeutschen Fernkaufleuten, der rund 200 Städte angehörten, von holländischen Städten im Westen bis zum baltischen Tallin im Osten. Vom 13. bis ins 15. Jahrhundert beherrschte sie weitestgehend den Fernhandel in Nordeuropa. Erst im 17. Jahrhundert verlor sie an Einfluss, bis schließlich 1669 der letzte Hansetag stattfand. 1980 hat sich der Bund der Neuen Hanse mit aktuell 176 Hansestädten gegründet. Er hat sich zur Aufgabe gesetzt, die frühere Bedeutung und das Selbstbewusstsein der Hansestädte sichtbar zu machen und die Zusammenarbeit der Städte zu fördern.

Jedes Jahr richtet eine andere Mitgliedsstadt den Internationalen Hansetag mit über 100 Teilnehmerstädten aus ganz Europa aus. In Lüneburg werden diese Woche dazu rund 200.000 Besucher erwartet. Der große Eröffnungsumzug der Delegationen steht im Mittelpunkt des Events und wird ergänzt durch den „Hansemarkt“, Rock- und Popkonzerte – unter anderem mit dem Electric Light Orchestra, Klaus Doldingers Passport und Uwe Ochsenknecht, Klassik, Chöre, Folklore, Tanz, Ausstellungen und einem historischen Handwerkermarkt.

www.hansetage2012.de

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