DGB unterstützt „Altersvorsorge macht Schule“

Der DGB Nord-Vorsitzende Peter Deutschland hat heute in Hamburg erneut die Entscheidung für die Rente mit 67 kritisiert, allerdings auch eingeräumt, dass über die verschiedenen Vorsorgemöglichkeiten für das Alter noch mehr informiert werden müsse. Deutschland sprach im Rahmen einer Pressekonferenz der Initiative „Altersvorsorge macht Schule“ im Rathaus der Hansestadt.

Die Tatsache, dass immer weniger Versicherte die erforderlichen 45 Versicherungsjahre für den vollen Anteil der gesetzlichen Rentenversicherung erreichten, sorge vielerorts für erhebliche Abschläge. „Viele Versicherte müssen sich mittlerweile auf empfindliche Einschnitte im Rentenalter und damit Altersarmut einstellen“, so Deutschland.

Durch die Rentenreformen der vergangenen Jahre habe die gesetzliche Rentenversicherung ihre Bedeutung als wichtigste Säule der Altersvorsorge eingebüßt. Betriebliche Rente und Riesterrente könnten die entstandene Lücke nicht ausreichend füllen.

In dieser Lage sei es gerade für junge Menschen wichtig, sich frühzeitig über das Rentenversicherungssystem zu informieren. Ob sie wirklich zusätzlich vorsorgten, sei dann allerdings die Frage, so Deutschland. Es gebe hier einen verhängnisvollen Kreislauf. Wer heute wenig verdiene, bekomme später eine kleine Rente, habe aber keine Möglichkeit, zusätzlich vorzusorgen. „Rund Dreiviertel der Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen von 1500 Euro planen gar keine Zusatzversicherung“, warnte der DGB Nord-Vorsitzende.

Der DGB Nord unterstützt die Initiative „Altersvorsorge macht Schule“. Im Rahmen dieser Aktion informieren bereits seit Februar 2007 Referenten der Deutschen Rentenversicherung bundesweit in Volkshochschulkursen über die verschiedenen Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge. Ab dem 20. September starten auch im Norden erneut VHS-Kurse. Mehr Informationen zu den Kursen finden Sie unter www.altersvorsorge-macht-schule.de

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