Der Deutsche Gewerkschaftsbund Nord (DGB Nord) erwartet von der Kanzlerin und allen anderen norddeutschen Bundestagsageordneten die Einhaltung des Koalitionsvertrages zu Werkverträgen und Leiharbeit.
„Eine Zwei-Klassen-Arbeitswelt schadet den Arbeitnehmern und auch dem Wirtschaftsstandort Deutschland. Wenn die Union den Gesetzentwurf blockiert, dann ist das eine Riesensauerei gegenüber allen Beschäftigten, die befristet und schlechter entlohnt ihrer Arbeit nachgehen müssen. Ohne gesetzliche Regelungen sind dem Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen weiterhin Tür und Tor geöffnet. Für gleiche Arbeit muss es auch gleiches Geld geben. Dieser fortgesetzte Lohn- und Sozialversicherungsbetrug und auch die Förderung von Streikbrechertätigkeiten durch den Missbrauch der Werksvertrags- und Leiharbeit müssen beendet werden“, sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord: „Die Gewerkschaften fordern und erwarten die Erfüllung des Koalitionsvertrages in dieser Legislaturperiode. Angela Merkel darf jetzt nicht wort- und vertragsbrüchig werden. Denn gerade im Norden hat sich gezeigt, welche fürchterliche Folgen Werkvertragsarbeit auf dem Rücken der Menschenwürde und Arbeitnehmerrechte haben kann – von Papenburg über Flensburg bis Wismar.“