Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat von der SPD ein Bekenntnis zu ihren Rentenplänen gefordert. Die Heraufsetzung des Rentenalters müsse weg.
Die SPD habe sich in der Rentenpolitik „deutlich bewegt“, sagte DGB-Chef Michael Sommer dem „Tagesspiegel“ (Sonntagausgabe). Nun komme es aber darauf an, die Beschlüsse zur Rente, die der Parteikonvent der Sozialdemokraten kommenden Samstag fassen will, auch ins SPD-Wahlprogramm zu schreiben und nach der Wahl auch umzusetzen. „Wir wollen beides“, sagte Sommer, „den Verzicht auf die Rente mit 67 und keine Absenkung des Rentenniveaus“. Die Senkung des Beitrags zur Rentenversicherung ab 2013 durch die schwarz-gelbe Koalition kritisierte der DGB-Chef scharf. Die Beitragssenkung „war ein Fehler“, so Sommer.
Stattdessen fordert der DGB den Aufbau einer Demografie-Reserve, um so Rücklagen für die Zukunft zu bilden. Dabei wird der DGB von einer deutlichen Mehrheit in der Bevölkerung unterstützt. Nach einer repräsentativen forsa-Umfrage sprechen sich 80 Prozent dafür aus, auf eine Senkung des Rentenbeitrags zu verzichten und stattdessen Rücklagen aufzubauen. Für die drohende massenhafte Altersarmut verantwortlich ist aus Sicht des DGB die Absenkung der Rentenniveaus sowie die Zunahme prekärer Beschäftigung.