DGB Nord wünscht Bauarbeitern Erfolg beim Streik

Der DGB Nord-Vorsitzende Peter Deutschland hat das Baugewerbe im Norden aufgefordert, seine Blockadehaltung aufzugeben und den Schlichtungsspruch für die Baubranche zu akzeptieren.

Angesichts der Tatsache, dass zum Beispiel in Dänemark über 40.000 Bauarbeiter gesucht würden, müsse der Baugewerbeverband alles tun, um die Arbeit auf dem Bau auch weiterhin attraktiv zu machen. Deutschland: „Die Bau-Arbeitgeber haben es selbst in der Hand, ob es auch in Zukunft hoch qualifiziertes Personal in ausreichender Zahl auf deutschen Baustellen gibt oder sie durch Dumpinglöhne ihre Branche nachhaltig beschädigen.“

Der DGB Nord-Vorsitzende sieht auf Seiten der Bau-Arbeitgeber ein schwindendes Verständnis von Flächentarifverträgen als eines Instruments, von dem Arbeitgeber, Beschäftigte und vor allem die Wirtschaft insgesamt gleichermaßen profitierten. Die Tarifverhandlungen im Baugewerbe hätten in den vergangenen Monaten streckenweise den Charakter eines absurden Theaterstücks gehabt. So hätten vor der durch den früheren Wirtschaftsminister Clement erreichten Schlichtung zuerst die Arbeitgeber im Osten die Rolle des Blockierers gespielt. Danach hätte sich dann das Baugewerbe in Niedersachsen und Schleswig-Holstein plötzlich stur gestellt.

Deutschland: „Wie ich es sehe, sind die Gewerkschaften im Moment die einzigen, die ein Interesse daran haben, dass die Bau-Branche auch künftig wettbewerbsfähig bleibt, denn sie wissen, dass hoch qualifizierte und gut bezahlte Leute das wichtigste Kapital sind, das sie hat.“

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