Anlässlich der Einweihung der „Arche“ in Jenfeld hat SPD-Fraktionschef Michael Neumann den Wert des ehrenamtlichen Engagements für den Zusammenhalt der Gesellschaft betont. „Wir wissen, dass es in unserer Nachbarschaft großes Leid geben kann. Umso wichtiger, dass es Menschen gibt, die ohne falsche Rücksicht auf Zuständigkeiten hinsehen und ihren Beitrag zu einer besseren Gesellschaft leisten“, sagte Neumann am Donnerstag.
Neumann wünschte den in der „Arche“ engagierten Menschen Kraft und Erfolg bei ihrer Arbeit. „Mein Wunsch ist, dass die Arche schon bald schließen muss, weil sie nicht mehr gebraucht wird. Ich fürchte aber, dass das Wunschdenken bleibt“, sagte Neumann. Er warnte gleichzeitig vor der Tendenz, immer mehr Verantwortung auf die Ehrenamtlichen abzuwälzen. „Wenn der Staat zu mehr Zivilcourage und Engagement auffordert, ist das in Ordnung. Er muss im Gegenzug aber bereit sein, die zum Einsatz bereiten Menschen zu unterstützen. Die Pflicht, die Schwächsten der Gesellschaft zu tragen, liegt in allererster Linie beim Staat“, betonte Neumann.
Die SPD-Familienpolitikerin Carola Veit bekräftigte in diesem Zusammenhang die Forderung der SPD-Bürgerschaftsfraktion nach einem Hamburgischen Gesetz für verbindliche Vorsorgeuntersuchungen von Kindern. „Der Staat kann nicht jeden Fall von Kindesvernachlässigung verhindern. Aber er kann viel tun, um das Risiko für Kinder zu verringern“, sagte Veit.