Die CDU in Harburg hat sich mit der in Nord-Niedersachsen offenbar geeinigt: Die A 26 soll auf Hamburger Gebiet zwei Anschluss-Stellen im Bereich Neugraben bekommen. Obwohl die zusätzliche Ortsumgehung Finkenwerder damit entbehrlich würde, soll sie trotzdem gebaut werden. Die betroffenen SPD-Distrikte äußern sich stocksauer, vom Harburger CDU-Koalitionspartner GAL kommt bisher betretenes Schweigen.
Hier die Erklärung der SPD (die sich auf eine Veröffentlichung im örtlichen Anzeigenblatt bezieht):
Zum Artikel „ Große Einigkeit erzielt“ Neuer Ruf vom 16.06.2007
Es gilt offensichtlich das CDU-Landrecht in Süderelbe. Wie ist sonst anders zu erklären, dass die CDU-Granden aus Nord-Niedersachsen zusammen mit dem CDU-Kreis- und Fraktionsvorsitzenden in Harburg über gesetzliche Vorgaben und frühere Aussagen mit leichter Hand hinweggehen. Zugunsten der Bevölkerung von Rübke und zu Lasten der Bevölkerung in Neugraben mit einem Federstrich eine Planung hinzulegen, das zeugt schon zumindest von einer Unverfrorenheit, die an Dreistigkeit grenzt.
Noch im Frühjahr war die offizielle Aussage der Stadtentwicklungsbehörde, dass eine Anschlussstelle Hamburg-Neugraben zur A 26 derzeit nicht geplant werde. Die SPD-Fraktion in Harburg hat gleichwohl darauf hingewiesen, dass auch ohne diese Anschlussstelle die Bewohner des Hinterdeiches in Francop mit einem Brückenbauwerk dennoch zu rechnen hätten und die Verlegung einer Anschlussstelle ca. 200 m weiter östlich gefordert, wobei die Francoper Straße an der Wettern unterbrochen wäre. Nunmehr ist nicht nur diese Anschlussstelle sondern auch eine weitere auf Hamburger Gebiet – nämlich die östlich von Rübke – nach CDU-Planung mit großer Einigkeit beschlossen worden. Hinzu kommt die Aussage, dass die Ortsumgehung Finkenwerder wohl dann überflüssig würde, aber wegen des Fortschritts bei den Grundstücksverhandlungen wohl daran festzuhalten sei. Dies ist ein weiterer Versuch, die Bürger für dumm zu verkaufen. Entweder verfolgt dieser Senat eine solide Verkehrsplanung, von deren – auch finanzieller – Notwendigkeit er überzeugt ist, oder aber sein Statthalter in Harburg betrachtet die € 42 Mio., die die Umgehungsstrasse nach derzeitigem Stand kosten wird, als „Spielgeld“, dass man getrost „in den Sand“ setzen könne.
Die SPD Neugraben-Fischbek ist davon überzeugt, dass diese schwarze Politik für Süderelbe am Wahltag im Februar nächsten Jahres eine deutliche Quittung verdient.
Heinz Beeken
SPD-Bezirksabgeordneter
Thomas Völsch
SPD-Distriktsvorsitzender
Arend Wiese
SPD-Fraktionsvorsitzender