Callcenterstreik: „Wir wollen keine Schokolade“

Beim Callcenter-Anbieter Walter Services wird seit 11 Uhr zum dritten Mal gestreikt. Die Arbeitnehmer protestieren unter der Überschrift: „Wir wollen keine Schokolade – wir wollen einen Sozialtarifvertrag!“

Die Hamburger Niederlassung von Walter Services mit ca. 230 Beschäftigten soll im nächsten März wegen angeblicher Unrentabilität geschlossen werden. Am 1. Dezember hat der Arbeitgeber die Verhandlungen mit ver.di für einen Sozialtarifvertrag mit Mindestabfindungssummen und Regelungen über Beschäftigungsgarantien einseitig abgesagt und sperrt sich, mit einem konkreten Verhandlungsangebot zurück an den Verhandlungstisch zu kommen.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hatte zur Arbeitsniederlegung in der Zeit von 11 bis 22 Uhr die Beschäftigten aufgerufen. Am 14. Dezember findet nun beim Arbeitsgericht Hamburg die Einsetzung der Einigungsstelle statt.

Die Beschäftigten und der ver.di Verhandlungsführer Peter Bremme nutzen diesen Termin, den Arbeitgebern im Rahmen des Streiks ihre Weihnachtswünsche übergeben. „Die Beschäftigten streiken für einen Sozialtarifvertrag mit Mindestabfindungssummen und Regelungen über Beschäftigungsgarantien. Eine billige Lösung über Sozialplan ist mit uns nicht zu machen“, so Peter Bremme.

1978 war die Firma als Pionier im Telemarketing und Outsorcing gegründet worden, walter services beschäftigt heute mehr als 8000 Mitarbeiter im In- und Ausland.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.