Bundesrat: Keine Bären und Elefanten im Zirkus

Tierschutz vor Entertainment: Der Bundesrat ist der Initiative Hamburgs für ein bundesweites Verbot der Haltung bestimmter wildlebender Tierarten im Zirkus gefolgt.

„Ich freue mich über die Zustimmung im Bundesrat, die sich nach dem deutlichen Votum im Agrarausschuss abgezeichnet hatte“, so Verbraucherschutzsenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. „Das ist ein deutliches Signal an die Bundesregierung, nun endlich tätig zu werden. Bestimmte wildlebende Tiere in Zirkussen artgerecht zu halten, ist schon auf Grund der Mobilität der Betriebe kaum möglich. Es ist an der Zeit, den dadurch entstehenden Leiden der Tiere einen Riegel vorzuschieben.“

Bereits 2003 hat der Bundesrat mit der Zustimmung Hamburgs eine Entschließung unter anderem zum Verbot der Haltung bestimmter wildlebender Tierarten im Zirkus gefasst. Bis heute ist die Bundesregierung diesem Ersuchen allerdings nicht nachgekommen. Die Länderkammer fordert die Bundesregierung nach der Initiative Hamburgs deshalb jetzt erneut auf, eine Rechtsverordnung gemäß dem Tierschutzgesetz zu erlassen, die das Halten bestimmter Tierarten im Zirkus verbietet.

„Dies ist ein ganz wichtiger Schritt und ein erster Teilerfolg, um der Haltung von Wildtieren in Zirkussen endlich ein Ende zu bereiten“, so Martin Schäfer, Fachsprecher Gesundheit und Verbraucherschutz der SPD-Fraktion. „Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie nun schnell handelt und die notwendigen, rechtlichen Rahmenbedingungen dafür schafft. Es hat sich gezeigt, dass kommunale Wildtierverbote keine ausreichende Rechtssicherheit bieten, deshalb braucht es eine bundesweite Regelung und dafür hat der Bundesrat jetzt den Weg bereitet.“

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