Die GAL-Bürgerschaftsfraktion fordert angesichts der heute durch die Deutsche Umwelthilfe veröffentlichten Mängelliste des AKW Brunsbüttel die endgültige Abschaltung des Reaktors. Die Mängelliste zeigt aus Sicht der GAL-Fraktion die Unzuverlässigkeit von Vattenfall als Betreiber von Atomkraftwerken.
Christian Maaß, umweltpolitischer Sprecher der GAL-Fraktion, erklärt: „Wenn Vattenfall einen Rest Glaubwürdigkeit zurückgewinnen will, muss das Unternehmen seine Anträge auf Laufzeitverlängerung zurückziehen und das Kraftwerk endgültig vom Netz nehmen. Wenn Vattenfall das nicht tut, muss die schleswig-holsteinische Atomaufsicht das Kraftwerk stilllegen und Vattenfall die Zuverlässigkeit zum Betrieb von AKW aberkennen.“
Statt Mängel am Atomkraftwerk zügig zu beheben, spielt der Konzern auf Zeit und versucht, den Reaktor trotz Sicherheitsschwächen über die Restlaufzeit zu retten. Das bringt die Menschen in Hamburg und Norddeutschland in Gefahr. Vattenfall argumentierte bis gestern damit, dass Sicherheitsmängel nicht veröffentlicht werden dürften, weil damit die notwenigen Nachrüstungen bekannt würden. Damit werde der Preis der Anlage gesenkt. „ Wer nach dem Motto handelt: ‚Je kaputter die Anlage, desto geheimer.’ darf keine Atomkraftwerke betreiben, die im schlimmsten Fall ganz Norddeutschland verseuchen könnten“, sagt Maaß. Trotz der seit Jahren bekannten und bis heute nicht behobenen Sicherheitsmängel verlangt Vattenfall bis heute von der Politik eine Laufzeitverlängerung für das AKW. Maaß: “Jeder zusätzliche Tag verlängert das Risiko eines schweren Störfalls.“