Die SPD-Bürgerschaftsfraktion hat den Senat aufgefordert, die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Forschungs- und Hochschulbereich zu verstärken. Derzeit erfolgreich laufende Hamburger Forschungsprojekte im Bereich des Klimaschutzes zeigten, „dass Hamburgs Forschung nur dann erfolgreich ist, wenn eine interdisziplinäre Zusammenarbeit erfolgt“, sagte die SPD-Hochschulexpertin Barbara Brüning in der Bürgerschaft.
Sie erwähnte das Projekt Clisap der Hamburger Universität sowie ein Forschungsprojekt des Universitätskrankenhauses Eppendorf, das sich mit dem Zusammenhang von Klimawandel und Hautkrebserkrankungen beschäftigt.
Brüning warnte in diesem Zusammenhang vor weiteren Fehlentscheidungen in der Hochschulpolitik: Der Senat zerlege Hamburgs Hochschullandschaft in immer kleinere Einheiten und riskiere damit die Konkurrenzfähigkeit des Wissenschafts- und Forschungsstandorts Hamburgs. „Nur größere Einheiten können größere Forschungsaktivitäten erfolgreich bündeln. Wir fordern deshalb, auch in anderen Forschungsbereichen wie der Bio- oder Nanotechnologie derartige Forschungsverbünde gezielt zu fördern“, sagte Brüning.
Verbesserungsbedarf gibt es aus Sicht der SPD-Bürgerschaftsfraktion auch bei der Kooperation zwischen der Klimaforschung und Firmen im Bereich Umwelttechnik und Energiewirtschaft. „An einigen Projekten sind laut Senat bereits Ingenieurbüros beteiligt. Der Senat sollte ein Rahmenkonzept entwickeln, damit Forschung und Wirtschaft besser und effizienter miteinander kooperieren können“, sagte Brüning. Im Bereich der Biotechnologie habe Hamburg dies – anders als die süddeutschen Bundesländer – versäumt. „Beim Klimaschutz sollten wir diesbezüglich schneller handeln.“