BOS: Erst Ausbildung, dann Abi

Wer bislang in Hamburg mit dem Mittleren Schulabschluss eine Ausbildung abschließt, kommt nur schwer über die Fachhochschulreife hinaus. Mit dem Start der Berufsoberschule (BOS) wird das anders: Sie führt nach Abschluss einer Berufsausbildung in zwei Jahren zum Abitur.

Hamburg schafft zudem 54 neue Ganztagsschulen: „Das Ganztagsangebot ist eine Antwort auf zahlreiche gesellschaftliche und schulpolitische Herausforderungen. Es macht es vielen Eltern leichter, Familie und Beruf zu vereinbaren. Die heute von Senator Rabe vorgestellten 54 neuen Standorte in Hamburg sind ein nächster Schritt auf dem Weg Hamburgs zur familienfreundlichsten Stadt Deutschlands“, so Lars Holster, Fachsprecher Schule der SPD-Bürgerschaftsfraktion.

Während Schulsenator Rabe mit dem Ausbau der Ganztagsangebote auf die Bedürfnisse von Eltern und Schülerinnen und Schüler eingehe, habe er mit der heute vorgestellten Einführung der Berufsoberschule (BOS) die Auszubildenden im Blick:

Wer bislang in Hamburg mit dem Mittleren Schulabschluss eine Ausbildung abschließt, kommt nur schwer über die Fachhochschulreife hinaus. „Vielen Jugendlichen fällt es daher schwer, sich mit 16 oder 17 Jahren für eine Ausbil-dung zu entscheiden. Nicht, weil sie so gerne zur Schule gehen, sondern weil sie sich den Weg zum Abitur nicht verbauen möchten“, erklärt Lars Holster, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion das bisherige Dilemma der Schülerinnen und Schüler mit dem Mittleren Bildungsabschluss.
Mit dem Start der Berufsoberschule im kommenden Schuljahr 2012/2013 wird es den jungen Hamburgerinnen und Hamburgern deutlich leichter gemacht: Die Berufsoberschule führt nach Abschluss einer Berufsausbildung in zwei Jahren zum Abitur. Wer bereits während der Ausbildung die Fachhochschulreife erworben hat, benötigt nur ein Jahr. „Bisher brauchte es mindestens 3 Jahre, um über ein Studium an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), das Abendgymnasium oder Hansa-Kolleg die Allgemeine Hochschulreife zu erlangen“, so Holster.

Mit 114 Schülerinnen und Schülen startet das Angebot. „Jetzt heißt es nicht mehr: Ausbildung oder Abitur? Sondern: Erst die Ausbildung, dann das Abitur. Oder umgekehrt. Das Hamburger Bildungssystem passt sich auch hier den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schülern an“, betont Lars Holster.

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