Auch die GAL will auf mehr Prävention im Jugendbereich setzen: „Die heute vorgestellte Dunkelfeldstudie zur Jugendgewalt macht deutlich, dass an vielen Stellen die direkte Prävention verstärkt werden muss. Das gilt insbesondere für Kitas und Schulen, die Sozialarbeit in den Stadtteilen und für Maßnahmen gegen das Schulschwänzen“, heißt es in einer Presseerklärung.
„Hoffentlich setzt sich nun auch im Senat die Erkenntnis durch, dass Bildung, Prävention und Sozialarbeit die besseren Sicherheitsmaßnahmen sind“, sagt die innenpolitische Sprecherin der GAL-Bürgerschaftsfraktion Antje Möller. Die GAL- fordert schon seit langem ein koordiniertes Eingreifen bei Schulschwänzen, das als Alarmzeichen gewertet werden muss, eine bessere Ausstattung der Sozialen Dienste in den Bezirken, mehr Straßensozialarbeit und Beratungsstellen sowie eine frühe Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt, die schon in den Kitas beginnt.
Eine weitere Erkenntnis aus der Studie: Die Wahrscheinlichkeit, Opfer von Gewalt zu werden, ist für Jugendliche nach wie vor in der Familie am größten, auch wenn die Gewalttätigkeit in den Familien insgesamt abnimmt. Auch hier muss soziale Arbeit mit der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in familiären Konflikten ansetzen. „Wer selbst Gewalt erfährt, wird häufig später selbst zum Täter“, sagt Antje Möller. „Der Kreislauf der Gewalt muss durchbrochen werden.“