Beust kneift auch bei Elbvertiefung

Im Streit zwischen Niedersachsen und Hamburg um die nötige Elbvertiefung hat SPD-Wirtschaftsexperte Ingo Egloff schwere Vorwürfe gegen Bürgermeister von Beust erhoben. „Auch aus dieser politischen Auseinandersetzung hat sich der Hamburger Bürgermeister rausgehalten, statt klar für die Interessen der Stadt und des Hafens Position zu beziehen“, sagte Egloff. Es sei „schlecht für den Hafen und peinlich für den Bürgermeister“, dass dessen Kalkül nicht aufgegangen ist.

Egloff bezog sich bei seiner Kritik auf Aussagen des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU), wonach die niedersächsische CDU-Landesregierung auch nach der Landtagswahl Ende Januar bei ihrer kritischen Haltung zur Elbvertiefung bleiben werde. Beust habe „Rücksicht auf die Interessen seiner Parteifreunde im niedersächsischen Wahlkampf genommen und gehofft, die harte Haltung gegen die Elbvertiefung werde nach der Landtagswahl in Niedersachsen aufgeweicht. Von Beust hat sich offensichtlich verrechnet. Er hat die Wahlchancen seines CDU-Amtskollegen Christian Wulff im Auge gehabt, nicht die Interessen des Hafens.“

Egloff sagte, die SPD stehe zum Hamburger Hafen, „wie sie das immer getan hat. Wir wollen den Hamburger Hafen fit für die immer härter werdende Konkurrenz machen. Die Hamburger SPD hat hier auch keinerlei Berührungsängste. Dass sich der Hamburger Bürgermeister aber aus parteitaktischen Gründen dieser gemeinsamen Linie entzieht, ist nicht zu verzeihen.“

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.