Seit dem 1. Januar werden durch den ASB Hamburg Bestattungen durchgeführt. Die Zwischenbilanz nach einem halben Jahr ist auch für den ASB überraschend positiv: Die Planungen wurden um knapp 1/3 übertroffen. Jetzt plant auch das DRK, in Hamburg Bestattungen anzubieten.
Hier die Mitteilung des ASB komplett:
Bestattungen im ASB Hamburg – Bilanz nach einem halben Jahr überraschend positiv
Seit dem 1. Januar 2007 werden durch den ASB Hamburg Bestattungen durchgeführt. Das Angebot richtet sich in erster Linie an Patienten und ältere Mitglieder des ASB. Aber auch alle anderen Interessierten können diese Dienstleistung in Anspruch nehmen.
Die Zwischenbilanz nach einem halben Jahr ist selbst für den ASB überraschend positiv: Die Planungen wurden um knapp 1/3 übertroffen. Dies gilt nicht nur für die Anzahl der Bestattungen sondern auch für die sehr stark nachgefragten Beratungsgespräche und Vorsorgemaßnahmen. Trotz heftiger Kritik des organisierten Bestattungsgewerbes und anfänglicher Aufregung wird dem ASB großes Vertrauen entgegengebracht, die Hamburgerinnen und Hamburger fühlen sich gut aufgehoben.
Der ASB begrüßt es, dass nun mit dem DRK ein weiterer Wohlfahrtsverband in Hamburg dem Vorbild des ASB folgt und sich ebenfalls dem Thema Bestattungen widmen will.
Die beiden Geschäftführer der ASB Hamburg Service GmbH, Frauke Schwarz und Knut Fleckenstein, sind sich einig: „Für den ASB ist es schon immer wichtig gewesen, dass sich unsere Patienten, Mitglieder und Kunden nicht nur auf eine sehr gute Qualität der Arbeit verlassen können, sondern dass sie sichbei uns in allen Lebenslagen gut aufgehoben fühlen und uns vertrauen. Dieses Vertrauen hilft den Menschen, bei dem für viele schwierigen Thema ‚Sterben‘ sich an den ASB zu wenden und Unterstützung anzunehmen.“
Ich bin dann mal gespannt, wann mein Chef (Bestatter) den ersten Rettungswagen anschafft und die ersten Sanis einstellt, wann er anfängt Geld-Spenden zu sammeln oder wann er die ersten Blutbeutel von den freiwilligen deutschen Spendern in die USA vertickt.
Es ist einfach eine Unverschämtheit, dass derartige Quasi-Staatsbetriebe ihre Sonderrechte nutzen und damit ganz normalen kleinen Firmen die Kunden wegnehmen. Ich kenne jedenfalls keinen Bestatter, der Zivis oder 1-Euro Jobber ausbeutet.
Mittelfristig wird durch solche Aktionen mein Job gefährdet. Ich werde jedenfalls keinen müden Cent mehr für die spenden.
Boris
Ich finde es großartig, wenn auch die Hilfsorganisationen ihr Dienstleistungsangebot ausweiten. Auf die Idee hätten sie schon lang kommen sollen.
Natürlich frage ich mich, wie es mit der fachlichen Kompetenz aussieht? So gibt es doch für den Rettungswagen auch Vorschriften, wie das Personal qualifiziert sein soll. Die Organisationen müssten also auch ein Fachkompetenz in Sachen „Bestattung“ haben.
Ich finde es wie Hans nur konsequent, wenn sich das DRK auch um die Leute kümmert, die in ihrer Obhut sterben. Und da sie sich einen Bestatter an die Seite geholt haben, ist auch die fachliche Kompetenz gegeben.
Klar, dass die anderen Bestatter schreien. Die versuchen ihr Revier zu schützen. Aber das ist nun mal Wettbewerb und der belebt das Geschäft und kommt den Kunden zugute. Es steht doch jedem frei seinen Bestatter zu wählen. Und wer gut ist, wird von vielen gewählt.
Es kann nicht sein, dass hier Organisationen, die genau wissen dass sie Vertrauen genießen, in den Berufsstand Bestatter übergehen. Sicher ist, dass man hier Potential hat, das einem nicht mehr weglaufen kann. Ich hoffe, dass sich viele Angehörigen Gedanken machen und sich fragen: Gebe ich meinen Angehörigen hier nicht gleich zum Sterben ab? Ich kann nur Pfui zu diesen Institutionen sagen und werde mit Sicherheit hier keinen Cent mehr spenden und auch kein Tropfen Blut mehr lassen. (Und weiter geht das Massensterben der Kleinbetriebe) Lieber Bürger, meidet diese Art von Scheinfürsorge, denn hier hat man einen neuen Markt aufgetan, und wer weiß, ob Fürsorge jetzt noch groß geschrieben wird.
Leben das DRK und der ASB nicht zum großen Teil von öffentlichen Geldern bzw. Spenden? Na, dann herzlichen Glückwunsch zur Wettbewerbsverzerrung! Da können die kleinen Einzelunternehmerinnen und -unternehmer, die ihren Betrieb mit viel Herzblut aufgebaut haben wohl bald einpacken. Schade um die Vielvalt.
Ich werde jedenfalls in meinem Bekanntenkreis weiterhin die Bestatterin meines Vertrauens empfehlen. Da fühlte ich mich gut betreut und nicht verinstitutionalisiert.
Unter dem Deckmantel des Ehrenamtes ist alles möglich.
In diesen HiOrgs sitzen ja auch Politiker und ähnliches Potential auf höheren Stühlen.