Das Statistikamt Nord hat die Einwohnerentwicklung in den Hamburger Stadtteilen 1998 bis Ende 2006 betrachtet. In den vergangenen acht Jahren hat die Zahl der Hamburgerinnen und Hamburger kontinuierlich und deutlich zugenommen, was insbesondere verstärkten Zuzügen aus dem Osten zu verdanken ist. Deutlich wird: In weniger einkommenstarken, aber bevölkerungsreichen Stadtteilen vermehrt sich die Bevölkerung eher nicht. Ende 1998 lag die Einwohnerzahl mit 1 700 089 nur noch denkbar knapp über der 1,7-Millionen-Marke. Nun – Ende 2006 – wohnen nach der Bevölkerungs-fortschreibung rund 54 000 Menschen mehr in der Stadt. Nach der Analyse der Daten des Hamburger Melderegisters zurück verzeichnen die Stadtteile im Nordwesten, Nordosten und im Südosten in den acht Jahren zum Teil überdurchschnittlich positive Entwicklungen, während Teile der inneren Stadt und überwiegend einwohnerschwächere Gebiete im südwestlichen Teil der Stadt relativ starke Bevölkerungsrückgänge hinnehmen müssen. Auffällig ist eine von Langenhorn über Barmbek-Nord, Wandsbek und Billstedt bis Billwerder fast nordsüdlich verlaufende Kette von zum Teil bevölkerungsstarken Stadtteilen, in denen sich die Bevölkerungszahl nicht nennenswert
verändert hat. Zu den großen Einwohnergewinnern gehören die Stadtteile Allermöhe (+ 4 300 Personen), Rahlstedt (+ 4 300), Wilhelmsburg (+ 2 900), Lohbrügge
(+ 2 500), Volksdorf (+ 2 000), Heimfeld (+ 1 800), Bahrenfeld (+ 1 600 Personen), Lokstedt (+ 1 500) sowie Lurup und Sasel (jeweils + 1 400 Personen). Die höchsten relativen Zuwächse werden für die Stadtteile Curslack und Allermöhe (jeweils + 40 Prozent), Sinstorf (+ 20 Prozent), Duvenstedt (+ 19 Prozent), Spadenland (+ 15 Prozent), Hamm-Süd, Sülldorf und Bergstedt (jeweils + 14 Prozent) festgestellt. Die großen Einwohnerverlierer sind die Stadtteile Bergedorf (- 1 700 Personen), St. Georg (- 1 000), Eimsbütttel (- 900) und Neuenfelde (- 700). Relativ große Verluste hatten Stadtteile mit ohnehin wenig Einwohnern wie Waltershof oder Neuland, Gut Moor und Moorburg. Weitere Stadtteile mit relativ großen Bevölkerungsverlusten waren Billbrook, Hammerbrook und Neuenfelde.