Bei der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes Neugraben setzten sich die Autofahrer durch: CDU und GAL stimmten für eine Durchfahrtsmöglichkeit mit Tempo 30, die SPD konnte die von ihr bevorzugte vollständige Verkehrsberuhigung auf dem Platz nicht durchsetzen.
Hier die Zusammenfassung aus Sicht der SPD:
Auf der Tagesordnung des Stadtplanungsausschusses Harburg stand für die Sitzung am 13.09.2007 u. a. die „Richtungsentscheidung des Ausschusses über die Verkehrslösung Neugrabener Bahnhofsplatz“.
Die CDU/GAL bevorzugt – wie schon vor der Sommerpause erkennbar – eine Durchfahrmöglichkeit für Fahrzeuge mit Tempo 30, während die SPD-Fraktion für eine Sperrung für den Durchgangsverkehr und damit für eine großzügige Platzlösung eintrat.
Zwar hatten Verkehrsexperten vor einer 30 km/h –Lösung gewarnt.
Dies beeindruckte die CDU/GAL –Koalition aber nicht.
Bemerkenswert ist jedoch die Antwort zu einem einstimmig im Ortsausschuss Süderelbe beschlossenen Antrag (Drs. XVII 428/06), der die Einrichtung von Tempo 30 vor dem Fußgängerüberweg am Neugrabener Bahnhof zum Ziel hatte. Hier wird als Kernaussage festgestellt, dass „sich die Einrichtung von Tempo 30-Zonen am Hamburger Konzept zur Verlangsamung der Verkehre in Wohngebieten orientiert. Letzteres Kriterium trifft für die Straße Am Neugrabener Bahnhof nicht zu.“
Damit dürfte es für die Koalition zumindest nicht einfach sein, an ihren Vorstellungen für einen „verkehrsberuhigten Bahnhofsvorplatz“ festzuhalten.