Die CDU schießt sich mit ihrer Schulkampagne ins Knie, meint die SPD: Mit den Gymnasien Barmbek und Horn sei die Schulsenatorin die Einzige, die Gymnasien schließe.
Die SPD hat mit scharfen Angriffen auf Schulsenatorin Dinges-Dierig auf die gestern vorgestellte Kampagne der Hamburger CDU reagiert. Senatorin Dinges-Dierig habe mit Rückendeckung der CDU das Gymnasium Barmbek dicht gemacht und das Gymnasium St. Georg in Horn geschlossen, sagte der SPD-Schulexperte Wilfried Buss am Montag. Es sei „an Frechheit kaum zu überbieten, dass sich diese Senatorin gemeinsam mit der CDU jetzt als vermeintliche Retterin der Hamburger Gymnasien produziert“. Die CDU habe eine Kampagne gestartet, um von den akuten Problemen in den Hamburger Schulen abzulenken, sagte Buss. Er verwies auf das Chaos bei Lehrerstellen und Vergleichsarbeiten, akute Probleme bei den Schulabschlüssen und die massiven Kürzungen und Einschnitte im Rahmen der Schulentwicklungsplanung.
Dinges-Dierig habe den Hamburger Schulentwicklungsplan zu einer Kahlschlagsliste verkommen lassen, sagte Buss mit Hinweis auf die entsprechenden Planungen und Beschlüsse der Schulbehörde (siehe Anhang). Das CDU-Kampagnen-Motto „Ich kämpfe für meine Schule“ hätten viele Schüler, Eltern und Lehrer bereits beherzigt, als Dinges-Dierig wichtige Schulen in Hamburg geschlossen habe – neben den Gymnasien in Horn und Barmbek etwa die Gesamtschule Steilshoop.
Ohne den Widerstand in den Stadtvierteln und ohne die Arbeit der Opposition hätte die Schulpolitik für noch mehr Schulen und noch mehr Bildungsangebote das Aus bedeutet. Buss betonte, nicht nur Gymnasien, sondern auch Grund- und Realschulen seien in der Amtszeit von Senatorin Dinges-Dierig geschlossen worden.
Buss sagte, es sei erstaunlich, dass die CDU angesichts dieser Bilanz jetzt über Schulschließungen diskutieren wolle. „Die CDU schießt sich ins Knie. Wir werden nicht nur über die Schulschließungen in der Amtszeit von Senatorin Dinges-Dierig diskutieren. Wir werden uns auch den Rest ihrer Schulpolitik vornehmen“, sagte Buss.