In Hamburg wurden im vergangenen Monat 765 Flüchtlinge in das bundesweite Verteilungsnetz aufgenommen. Davon verblieben 383 Schutzsuchende in der Hansestadt, 243 Frauen, Männer und Kinder erhielten einen Platz in einer öffentlich-rechtlichen Unterkunft. Die Zahl der Überresidenten ist zum Vormonat von 845 auf 510 gesunken.
Im Monat August wurde im Bezirk Wandsbek die Folgeunterkunft „Eulenkrugstraße“ mit 260 Plätzen eröffnet. Darüber hinaus wurde die Erstaufnahmeeinrichtung „Schnackenburgallee“ geschlossen. Damit endet der Betrieb der ehemals größten Hamburger Erstaufnahmeeinrichtung, in der Spitze lebten hier ca. 2000 Menschen. Die „Schnackenburgallee“ wurde im Herbst 2012 mit 600 Plätzen eröffnet und gilt damit auch als eine der ältesten dezentralen Erstaufnahmen in der Hansestadt. Der Rückbau des Standortes ist bereits eingeleitet, das Gelände wird teilweise für die Baustelle der Überdeckelung der Autobahn 7 zwischen Volkspark und dem Elbtunnel benötigt.
Aktuelle Kapazitäten der Erstaufnahmen und Folgeunterkünfte
Insgesamt sind in Hamburg noch 9 Erstaufnahmen sowie das Ankunftszentrum in Betrieb. Dort lebten im August (Stichtag: 31.08.2018) 1.877 Menschen. Zum 31.08.2018 gab es 131 Folgeunterkünfte mit 33.810 Plätzen. Die Zahl der Überresidenten, also jener Personen, die länger als ein halbes Jahr in einer Erstaufnahme untergebracht sind, liegt bei 510. Im Vormonat waren es 845 Personen, Anfang 2018 noch rd. 2.300.
Monatliche Entwicklung der Flüchtlingszahlen
In Hamburg wurden im vergangenen Monat 765 Flüchtlinge in das bundesweite Verteilungsnetz aufgenommen. 382 Personen wurden nach dem Königsteiner Schlüssel in andere Bundesländer verteilt. Von den 383 Hamburg zugewiesenen Personen machten 243 einen Unterbringungsbedarf geltend.