Aufwärmküchen? Uncool!

Die Aktion „Kochen in der Schule ist cool“ des Bundesernährungsministeriums hat Hamburgs Eltern auf den Plan gerufen: Mit Essen aus Aufwärmküchen werde kaum Bewusstsein für gesunde Ernährung geschaffen, sagt die Elternkammer.

Mit dem Wettbewerb sollen Schülerinnen und Schüler komplette Küchen für ihre Schulen gewinnen können. Ziel sei, das Bewusstsein für gesundes Essen zu verankern, hatte auch die Schulbehörde die Aktion gelobt. Die Elternkammer bedauert: „Die Praxis in Hamburgs Schulen sieht leider anders aus.“

»Gesunde Ernährung steht auf jedem Lehrplan, mindestens genauso wichtig ist es aber, wenn Schülerinnen und Schüler mit allen Sinnen erleben, dass Kochen spannend ist und Spaß macht. So lässt sich gesundes Essen auch im praktischen Leben verankern. Der Wettbewerb »KLASSE, KOCHEN!« wird es mehr Schulen ermöglichen Kochen und gesunde Ernährung zum Erlebnis zu machen«, so Senator Rabe gegenüber der Presse.

Die Elternkammer begrüßt diese Einsicht und nimmt sie zum Anlass, an ihre Forderung nach Zubereitungsküchen für die Mittagsverpflegung in Hamburgs Schulen zu erinnern. Elternkammer-Vorsitzender Michael Hartwig: „Bewusstsein für gute Essen und mit allen Sinnen spannendes Kochen erleben lässt sich nicht verwirklichen, wenn Hamburgs Schulen – wie derzeit geplant – durchweg mit Aufwärmküchen ausgestattet werden. Portioniertes Lieferessen, ob tiefgefroren oder in Plastik verschweißt, ist ungefähr das Gegenteil dessen, was der Senator lobt.“

Gerade in Hinblick auf die Infektion von fast 9.000 Kindern, die das Lieferessen einer bestimmten Firma konsumiert hatten, wiederholte Hartwig die Forderung nach individueller Vor-Ort-Zubereitung in Hamburgs Schulen.

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