Für Intensiv- und Hochrisiko-Patienten in Norddeutschland verbessert sich die Versorgungssituation: Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und das Institut für Notfallmedizin der Hamburger Asklepios Kliniken betreiben gemeinsam das „Hamburger Intensivmobil“.
Das Fahrzeug ist technisch und personell speziell für den Transport von Intensiv- und Hochrisiko-Patienten ausgestattet. Bereits in den ersten drei Wochen wurden täglich im Schnitt zwei Schwerkranke mit der rollenden Intensivstation transportiert. Die Patienten
wurden von einer Klinik in eine andere, spezialisierte Einrichtung verlegt und während der Fahrt intensivmedizinisch behandelt. Aufs Jahr gerechnet werden über 500 Hochrisiko-Patienten vom gemeinsamen Angebot des ASB und der Asklepios Kliniken profitieren.
Das Hamburger Intensivmobil ist an der ASB-Rettungswache in Hamburg-Osdorf stationiert und steht allen Hamburger Kliniken und den Krankenhäusern in ganz Norddeutschland werktäglich von 7 bis 19 Uhr für Verlegungsfahrten zur Verfügung. Dazu kommen – in den nicht durch Intensivtransporte belegten Zeiten – Notarzteinsätze für den öffentlichen Rettungsdienst. Die Einsatzsteuerung erfolgt über die Feuerwehreinsatzzentrale.
Zwei starke Partner für die rollende Intensivstation
„Mit dieser Kooperation kommen zwei Partner zusammen, die auf ihren jeweiligen Gebieten höchste Qualität zum Wohle des Patienten liefern“, sagte Knut Fleckenstein, Geschäftsführer ASB-Sozialeinrichtungen (Hamburg) GmbH, bei der Vorstellung des gemeinsamen Projektes. Wichtig sei dem ASB auch die Einbindung des Intensivmobils als Notarztwagen in den
Rettungsdienst der Feuerwehr Hamburg. „Mit dem Standort in Osdorf können wir auch den Menschen im Hamburger Westen bei akuten Notfällen noch besser helfen“, so Fleckenstein.
Hightech an Bord
Zum Stammpersonal des Hamburger Intensivmobils gehören ausschließlich Fachärzte mit intensivmedizinischer Erfahrung sowie speziell geschulte Rettungsassistenten, die ebenfalls mehrere Jahre Erfahrung im Intensivtransport gesammelt haben. Das Fahrzeug, ein Ford vom Typ E350, ist eine Spezialanfertigung aus den USA und ist für die besonderen Anforderungen
auch technisch außergewöhnlich aufwändig ausgestattet. Um Patienten mit großflächigen Verbrennungen oder neurologische oder kardiologische Hochrisikopatienten sicher zu transportieren befindet sich unter anderem ein mobiles „Point of Care“-Labor zur Blutgasanalyse an Bord. Auch ein Intensiv-Beatmungsgerät sowie zwei mobile EKG/Defibrillatoreinheiten mit transcutanem Schrittmacher gehören zur Ausrüstung. Dazu kommt ein Vorrat von 5.600 Litern medizinischem Sauerstoff. Zwei unabhängig arbeitende
Klimaanlagen sowie die ausgereifte Fahrwerkstechnik bieten den Patienten auch auf längeren Strecken einen stressarmen Transportablauf.