Architekten und Ingenieure: Hamburg verdoppelt Ausbildung

Architekten, Städtebauer und Bauingenieure werden gebraucht: Weil die wachsende Stadt einen immer höheren Bedarf an Fachleuten hat und obendrein in naher Zukunft eine große Zahl bisheriger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter altersbedingt aus dem aktiven Dienst ausscheiden wird, erhöht die Stadt Hamburg ihr Ausbildungskontingent für Beamtenanwärterinnen und ‑anwärter im Technischen Dienst um 100 %.

Weil Hamburg wächst: Senat verdoppelt die Zahl der Ausbildungsstellen für technische Nachwuchskräfte

Die Ausweitung betrifft die Bereiche Architektur, Städtebau, Bauingenieurwesen, Maschinen- und Elektrotechnik, Geoinformation, Vermessungs- und Liegenschaftswesen, Landschaftsarchitektur/Landschaftsplanung/Landespflege und Umwelttechnik/Umweltschutz.

Zuständig für die Einstellung und Durchführung der Ausbildung der Nachwuchskräfte des Technischen Dienstes ist die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) − nicht nur für den eigenen Bedarf, sondern auch für den anderer Behörden. Die Nachwuchskräfte werden in der Regel von der BSW, der Behörde für Umwelt und Energie (BUE), der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI), den Landesbetrieben und den Bezirksämtern übernommen. Bereits 2007/08 hat die damalige Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) die Anzahl der Ausbildungsstellen für technische Nachwuchskräfte aus eigenen Mitteln von 23 auf 30 aufgestockt. Künftig wird es 60 Ausbildungsplätze geben.

Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Wer mehr baut, braucht mehr Fachleute. Allein im vergangenen Jahr haben wir 9.560 Wohneinheiten genehmigt. Weil Hamburg innerstädtisch verdichtet baut und gleichzeitig an seinen Rändern neue Siedlungen schafft, haben unsere Städtebauer, Ingenieurinnen und Landschaftsplaner alle Hände voll zu tun. Dafür braucht es Fachkräfte-Nachwuchs in ausreichender Zahl.“

Staatsrat Matthias Kock, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen: „Die Aufstockung ist Teil unserer Fachkräftestrategie in der öffentlichen Verwaltung. Damit sollen die Planungen für das wachsende Hamburg weiter auf solider Basis entstehen. Zugleich sorgen wir angesichts der absehbaren altersbedingten Abgänge vor, damit die Verwaltung weiter bürgernah, sorgfältig und zügig arbeiten kann.“

Die Mehrkosten für die Ausweitung der Ausbildungskapazitäten von rund 700.000 €/Jahr werden strukturell aus zentralen Haushaltsmitteln finanziert.

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