Arbeitnehmer wünschen sich ein zweites TV-Duell. Steinbrück – Merkel: Mehr davon!

Der Deutsche Gewerkschaftsbund Nord (DGB Nord) fordert ein zweites TV-Duell der Spitzenkandidaten von CDU und SPD vor der Bundestagswahl am 22. September.

„Das Gespräch war aufschlussreich. Aber 90 Minuten sind zu kurz, um letzte Klarheit über die Pläne der Politiker zu bekommen. Vor allem alle Themen rund um die Sorgen der Arbeitnehmer und Familien müssen vertieft werden. Am Politikwechsel in Berlin hängen Millionen Schicksale. Zwei Duelle sollten sein: Was Schröder und Stoiber konnten, das können auch Frau Merkel und Herr Steinbrück “, sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord.

„Bevor der Halsschmuck der Kanzlerin, Koalitionsrechnerei oder die Performance von Privatfunkmoderatoren vollends die Nachberichterstattung bestimmen, sollte lieber ein zweiter Austausch von Argumenten dazu beitragen, dass die Bürgerinnen und Bürger gut informiert an die Wahlurne treten können. Wie bekommen wir endlich wieder Lohnzuwächse in Deutschland? Wer verschafft den Frauen gleiches Geld für gleiche Arbeit? Wie kommen unsere Kinder raus aus der Praktika-Schleife und hinein in gute Arbeit? Wer stoppt die schmutzigen Tricks mit den Werkverträgen? Wer beendet die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverträgen? Wer schützt den Kündigungsschutz? Wie ist der Sturz von Millionen in die Altersarmut zu verhindern? Wer tut etwas gegen eine Zwei-Klassen-Medizin? Wer stoppt die Zockerei der Spekulanten auf Staatskosten? Es gibt noch viel zu besprechen zwischen Steinbrück und Merkel. Und ein Extrahonorar für die Moderatoren ist ja wohl auch noch drin“, so der DGB-Vorsitzende.

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